Jacqueline Sauvage kommt endgültig frei

Die wegen Mordes an ihrem gewalttätigen Ehemann verurteilte Jacqueline Sauvage ist von Präsident François Hollande endgültig begnadigt worden. Nun soll sie umgehend entlassen werden.

«Platz von Madame Sauvage nicht mehr im Gefängnis, sondern bei ihrer Familie»: Nach der endgültigen Begnadigung von Präsident François Hollande sollte Jacqueline Sauvage bald frei kommen. (3. Dezember 2015)

«Platz von Madame Sauvage nicht mehr im Gefängnis, sondern bei ihrer Familie»: Nach der endgültigen Begnadigung von Präsident François Hollande sollte Jacqueline Sauvage bald frei kommen. (3. Dezember 2015) Bild: Philippe Renaud/Keystone

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Anfang 2016 wurde Jacqueline Sauvage für den Mord an ihrem Mann vom französischen Präsidenten François Hollande begnadigt. Sie hatte ihren gewalttätigen Ehemann ermordert und wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt. Nun soll sie umgehend aus dem Gefängnis entlassen werden, teilte der Präsidentenpalast am Mittwoch in Paris mit.

Der Staatschef sei zum Schluss gekommen, dass «der Platz von Madame Sauvage heute nicht mehr im Gefängnis, sondern bei ihrer Familie ist», erklärte ein Sprecher.

Symbol für die Opfer häuslicher Gewalt

Der Fall sorgt in Frankreich schon seit Jahren für Aufsehen: Sauvage hatte ihren Mann 2012 nach 47 Ehejahren mit drei Gewehrschüssen in den Rücken getötet. Der Alkoholiker hatte sie und ihre Kinder immer wieder geschlagen und vergewaltigt. Einen Tag vor dem Mord hatte ihr Sohn Selbstmord begangen.

Viele Franzosen sehen Sauvage als ein Symbol für die Opfer häuslicher Gewalt. Ein breites Unterstützernetzwerk machte sich für eine Begnadigung der Frau stark, 400'000 Menschen unterschrieben eine Petition für die Freilassung der Verurteilten.

Bereits im Januar hatte Hollande sich unter Auflagen für die Freilassung der Verurteilten ausgesprochen. Gerichte wiesen den Antrag der Frau auf Haftentlassung jedoch mit der Begründung zurück, sie zeige keine Reue und sehe sich als Opfer. (bee/sda)

Erstellt: 28.12.2016, 18:38 Uhr

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