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Japans Walfangflotte läuft bald wieder aus

Das Walfangverbot für die Antarktis hält Japan nicht davon ab, anderswo auf die Jagd nach den Meeressäugern zu gehen.

Einer der japanischen Walfänger: Die Nisshin Maru im Hafen von Shimonoseki. (5. April 2014)
Einer der japanischen Walfänger: Die Nisshin Maru im Hafen von Shimonoseki. (5. April 2014)
AP Photo/Kyodo News,

Japan macht nach dem Walfangverbot für die Antarktis durch das höchste UNO-Gericht im Nordpazifik weiter Jagd auf die Meeressäuger. Die jährliche Jagd – zu vorgeblich wissenschaftlichen Zwecken – werde in der bevorstehenden Saison fortgesetzt, gab Fischereiminister Yoshimasa Hayashi bekannt.

Mit Blick auf die weltweite Kritik an Japans Walfang sollen laut Medienberichten jedoch weniger Wale als bisher harpuniert werden. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte Japan Ende März verboten, im Antarktischen Ozean weiter Wale zu fangen.

Letztes Jahr 251 Zwergwale getötet

Zur Begründung hiess es, das Programm diene nicht wie vorgegeben wissenschaftlichen, sondern kommerziellen Zwecken. Im Anschluss hatte Tokio erklärt, das Urteil zu befolgen und den Walfang zumindest für ein Jahr einzustellen.

Am Donnerstag hatte die Fischereibehörde bestätigt, dass die Pazifik-Walfangflotte statt wie geplant am 22. April erst am 26. April auslaufen soll. In Medienberichten wurde spekuliert, es solle vermieden werden, dass der Starttermin einen Besuch von US-Präsident Barack Obama in Japan überschattet. Washington gehört zu den schärfsten Kritikern des Walfangs.

Die japanische Regierung veröffentlichte in der vergangenen Woche Zahlen, wonach in der letzten Jagdsaison in der Antarktis 251 Zwergwale getötet wurden. Im Pazifik wurden demnach insgesamt 190 Wale gefangen, darunter Zwerg-, Sei- und Pottwale.

SDA/mw

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