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Je 20 Jahre für 13 Gruppenvergewaltiger

In Indien hatte ein Dorfrat die Vergewaltigung einer 20-jährigen Frau angeordnet, weil sie ein Verhältnis zu einem Muslim hatte. Nun wurden die Männer verurteilt.

Die indische Justiz hat 13 Männer wegen der Beteiligung an der Gruppenvergewaltigung einer 20-Jährigen zu jeweils 20 Jahren Haft verurteilt. Ein Gericht in der Stadt Bolpur im Bundesstaat Westbengalen verurteilte die Männer am Samstag wegen Gruppenvergewaltigung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung, wie Klägeranwalt Mohammed Samsul Zoha der Nachrichtenagentur AFP telefonisch sagte. Unter den Verurteilten ist auch der Vorsitzende des Dorfrats, der die Gewalttat als «Strafe» für eine verbotene Beziehung zwischen dem Opfer und einem Muslim angeordnet hatte.

Der Vorfall ereignete sich im Januar innerhalb der Gemeinde des Santhal-Stammes im Dorf Subalpur. Der Rat der Dorfältesten beschloss Polizeiberichten zufolge, den jungen Muslim gegen eine Geldstrafe für die als unmoralisch bewertete Beziehung freizulassen. Die 20-Jährige wurde dagegen in eine Hütte verschleppt und von den Männern missbraucht.

Der Fall warf erneut ein Schlaglicht auf die Behandlung von Frauen in Indien. Dort wird intensiv über die Misshandlung von Frauen diskutiert, seitdem im Dezember 2012 eine junge Studentin in der Hauptstadt Neu Delhi an den Folgen einer brutalen Gruppenvergewaltigung starb.

AFP/rub

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