Jeder fünfte Schweizer leidet heute

Das sonnige Wetter sorgt bei den 1,2 Millionen Schweizer Allergikern für eine stärkere Belastung. Vor Gewittern wird die Situation noch verschärft.

Der Regen schwemmte alles weg: Jetzt fliegen die Pollen wieder frei herum. (Archivbild)

Der Regen schwemmte alles weg: Jetzt fliegen die Pollen wieder frei herum. (Archivbild) Bild: Gaetan Bally/Keystone

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Das sonnige Wetter heute hat für Allergiker seine Schattenseiten. Denn Sonnenschein und Wärme lassen die Gräserpollen fliegen. In der ganzen Schweiz rechnet Meteo Schweiz mit hohen bis sehr hohen Konzentrationen der Pollen in der Luft.

Jede fünfte Person in der Schweiz reagiere allergisch auf die Winzlinge, teilte das Allergiezentrum Schweiz (aha!) heute mit. Über 1,2 Millionen Menschen seien auf Gräserpollen allergisch.

Die Gräser stehen ab Mitte Mai bis Mitte Juli in voller Blüte. Bisher wusch aber der anhaltende Regen die Pollen aus der Luft. Deshalb verlief der Flug der Gräserpollen bisher moderat im Vergleich zu anderen Jahren.

Niesen, Husten und Migräne

Heute meldete sich aber nach den Regentagen die Sonne zurück. Am Morgen kletterten die Temperaturen vielerorts über 20 Grad und sollten laut Meteo Schweiz am Nachmittag die 30-Grad-Marke knacken.

In der Folge lassen vor allem das Knäuelgras und das Wiesen-Lieschgras bei Allergikern die Augen tränen und die Nase jucken. Die Pollen sorgen auch für Niesreiz, Husten, Atembeschwerden und Migräne.

Desensibilisierung empfohlen

Die Lage verschärft sich für Heuschnupfengeplagte, wenn Gewitter auftreten. Gemäss den Wetterdiensten könnte das etwa am Freitag oder Samstag der Fall sein. Die hohe Luftfeuchtigkeit vor einem Gewitter lässt die Pollen platzen. Dadurch werden hohe Konzentrationen von allergieauslösenden Eiweissen freigesetzt.

Das Allergiezentrum rät Allergikern, sich bei schönem, windigem Wetter nur kurz an der frischen Luft aufzuhalten, immer eine Sonnenbrille zu tragen, vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen, die Wäsche nicht im Freien trocknen zu lassen und nur kurz stossweise zu lüften. Zudem lohne es sich, eine Desensibilisierung vorzunehmen. (sep/sda)

Erstellt: 22.06.2016, 13:37 Uhr

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