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Jesus als Werbefigur für Fast Food

Zwei russische Künstler haben mit ihren Bildern religiöse Ausstellungsbesucher erzürnt. Jetzt sind sie wegen Aufwiegelung zu religiösem Hass verurteilt worden.

Berufen sich auf die Kunstfreiheit: Andrej Jerofejew (links) und Juri Samodurow mit einem ihrer Werke im Juli 2010.
Berufen sich auf die Kunstfreiheit: Andrej Jerofejew (links) und Juri Samodurow mit einem ihrer Werke im Juli 2010.
Keystone

Zwei russische Ausstellungsmacher, die im Juli wegen Aufwiegelung zu religiösem Hass verurteilt wurden, sind mit ihrer Berufungsklage vor einem Moskauer Gericht gescheitert. Die beiden hatten zum Ärger russisch-orthodoxer Christen in der Ausstellung «Verbotene Kunst» 2007 auch eine Kaviar-Ikone, ein Jesus-Bild auf der Werbung einer Fast-Food-Kette sowie eine Micky-Maus-Figur auf Heiligenbildern ausgestellt.

Die zweite Instanz bestätigte in dem Prozess um die Kunstfreiheit am Montag die Geldstrafen gegen Andrej Jerofejew und Juri Samodurow.

Strafe von mehreren Monatsgehältern

Viele der etwa 30 orthodoxen Prozessbesucher verlangen nun auch eine «Vernichtung der Bilder», die im Besitz von Jerofejew sind, wie russische Medien berichteten. Die international anerkannten Künstler selbst waren nicht angeklagt.

Jerofejews Anwältin will das Urteil vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg anfechten. Samodurow war zu einer Geldstrafe von 200'000 Rubel (6400 Franken) verurteilt worden, Jerofejew zu 150'000 Rubel; das entspricht in Russland jeweils mehreren Monatsgehältern.

SDA/oku

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