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John Kerry kann Schweizer Spital verlassen

Nach seinem Oberschenkelbruch kehrt der US-Aussenminister in seine Heimat zurück. Er sei guter Dinge – wichtige Projekte könnten sich dennoch verzögern.

Oberschenkelbruch nach Velounfall: John Kerry auf einer früheren Fahrt. (16. März 2015)
Oberschenkelbruch nach Velounfall: John Kerry auf einer früheren Fahrt. (16. März 2015)
Keystone

Nach seinem Beinbruch bei einem Velounfall soll US-Aussenminister John Kerry mit einem Militärflugzeug unter ärztlicher Betreuung in die Heimat gebracht werden. Sein Chirurg Dennis Burke sollte den Verletzten auf dem Flug nach Boston begleiten. Das teilte das Aussenministerium in Washington mit. Der 71-Jährige Kerry sei guter Dinge und aktiv, versicherte Sprecher John Kirby.

Doch ist nicht klar, ob der Diplomat operiert werden muss und wie lange er ausfällt – und was dies für wichtige Projekte wie das iranische Atomabkommen bedeutet. Darüber hatte er kurz vor dem Unfall mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschwad Sarif verhandelt.

Mehrere Treffen abgesagt

Kerry war am Sonntag beim Velofahren im französischen Scionzier gegen einen Randstein geprallt und gestürzt. Dabei hatte er sich den rechten Oberschenkel gebrochen. Ein Arzt und ein Sanitäter aus dem Begleittross waren sofort zur Stelle und versorgten den Minister, bevor er per Helikopter in ein Genfer Spital gebracht wurde. In den USA soll er im Massachusetts General Hospital weiter behandelt werden.

Ein Helikopter bringt John Kerry zum Genfer Flughafen. (1. Juni 2015) Bild: AFP
Ein Helikopter bringt John Kerry zum Genfer Flughafen. (1. Juni 2015) Bild: AFP

Kerry war vor Jahren an der Hüfte operiert worden. Auf seinen Auslandsreisen fährt er in Pausen regelmässig Velo. Oft nimmt er sein eigenes Rad im Flugzeug mit. Auch am Sonntag war er damit unterwegs.

Nach dem Unfall musste Kerry Termine in Spanien mit König Felipe VI. und Ministerpräsident Mariano Rajoy sowie die persönliche Teilnahme an einer Pariser Konferenz zum Vorgehen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat absagen. Doch führte er nach Angaben seines Sprechers Telefonate, unter anderem mit Präsident Barack Obama. An der Konferenz in Paris wolle er per Fernleitung teilnehmen.

SDA/rar

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