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Justiz ermittelt nach Zugunglück gegen Bahnchefs

Nach dem Zugdrama in Spanien mit 79 Toten müssen der Präsident der Bahngesellschaft Adif und seine zwei Vorgänger vor Gericht antraben. Sie sollen Sicherheitsvorkehrungen vernachlässigt haben.

War bislang der einzige Beschuldigte: Der Führer des Unglückszugs, José Garzón Amo, wird zu einem Verhör ins Gericht gefahren. (28. Juli 2013)
War bislang der einzige Beschuldigte: Der Führer des Unglückszugs, José Garzón Amo, wird zu einem Verhör ins Gericht gefahren. (28. Juli 2013)
AFP
Amo fuhr den Zug mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve – der Zugführer verletzte sich beim Unfall ebenfalls. Wird ins Gericht gefahren: Zugführer José Garzón Amo. (24. Juli 2013)
Amo fuhr den Zug mit überhöhter Geschwindigkeit in eine Kurve – der Zugführer verletzte sich beim Unfall ebenfalls. Wird ins Gericht gefahren: Zugführer José Garzón Amo. (24. Juli 2013)
Keystone
Der Zug war von Madrid nach Ferrol unterwegs: Der Unglücksort bei Santiago de Compostela. (24. Juli 2013)
Der Zug war von Madrid nach Ferrol unterwegs: Der Unglücksort bei Santiago de Compostela. (24. Juli 2013)
EPA/Oscar Corral
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Wegen des Zugunglücks mit 79 Toten im Nordwesten Spaniens ermittelt die Justiz auch gegen die Führung der spanischen Bahngesellschaft Adif. Der Ermittlungsrichter erklärte Adif-Präsidenten Gonzalo Ferre und dessen zwei Vorgänger heute zu Beschuldigten und lud sie zu Vernehmungen vor.

Wie aus einer veröffentlichten Anordnung hervorging, müssen führende Mitarbeiter des Staatsunternehmens, die für die Sicherheit zuständig waren, ebenfalls als Beschuldigte vor dem Richter in Santiago de Compostela aussagen.

Sicherheitsvorkehrungen unzureichend

Nach Ansicht Ermittlungsrichters trug der Lokführer die Hauptschuld an dem Unglück am 24. Juli. Dieser war damals mit einem Hochgeschwindigkeitszug mit 192 km/h in eine Kurve eingebogen, in der nur Tempo 80 zugelassen war. Der Zug entgleiste, 79 Menschen starben, 150 wurden verletzt.

Der Richter sieht nach eigenen Worten aber auch Anzeichen dafür, dass die Sicherheitsvorkehrungen in der Kurve und die Ausschilderung des Tempolimits unzureichend gewesen seien. Adif verwaltet das Schienennetz. Gegen die ebenfalls staatliche Bahngesellschaft Renfe, die den Zugverkehr betreibt, wird nicht ermittelt.

SDA/wid

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