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Kachelmann und Ex-Geliebte erneut vor Gericht

Der Schlagabtausch zwischen Jörg Kachelmann und seiner Ex-Geliebten geht vor Gericht in Frankfurt weiter. Im Schadenersatz-Streit müssen sie dort persönlich erscheinen. Nun wird eine ARD-Show mit hinein gezogen.

Claudia D. will die Verbreitung der ARD-Talkshow verbieten: Jörg Kachelmann zu Gast bei Günther Jauch.
Claudia D. will die Verbreitung der ARD-Talkshow verbieten: Jörg Kachelmann zu Gast bei Günther Jauch.
Reuters

Wettermoderator Jörg Kachelmann und seine ehemalige Geliebte Claudia D. sehen sich Ende des Monats in einem Frankfurter Gerichtssaal wieder. Das Landgericht ordnete an, dass sie in einem Streit um Schadenersatz persönlich am 31. Oktober im Landgericht erscheinen müssen, wie ein Sprecher heute mitteilte.

Claudia D. hatte Kachelmann der Vergewaltigung bezichtigt. Sie forderte unterdessen den NDR über ihren Anwalt auf, Teile der vergangenen Talk-Sendung von Günther Jauch aus dem Internet zu entfernen. Sie beschwerte sich, weil Kachelmann sie in der Sendung unter anderem eine «Falschbeschuldigerin» nannte.

Knapp eineinhalb Jahre nach dem Freispruch Kachelmanns vom Vorwurf der Vergewaltigung wird nun darüber verhandelt, ob dem Wettermoderator tatsächlich 13.352,69 Euro Schadenersatz zustehen, die er während des damaligen Prozesses in Mannheim für Gutachter ausgegeben hatte. Der 54-Jährige verlangt das Geld zurück, weil Claudia D. ihn seiner Ansicht nach mit falschen Anschuldigungen bei der Staatsanwaltschaft belastet hat.

Kachelmanns Abrechnungsbuch auf Platz zwei der Charts

Nach dem Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung im Mai 2011 aus Mangel an Beweisen ging der Rechtsstreit weiter. Erneute Fahrt nahm die Angelegenheit auf, nachdem Kachelmann mit seiner Frau Miriam in der vergangenen Woche das Buch «Recht und Gerechtigkeit» herausbrachte. Darin beschreiben sie Details rund um den damaligen Prozess. Das Buch belegt laut Media Control derzeit Platz zwei in den Sachbuch-Charts.

Claudia D. wehrte sich zuletzt erfolgreich gegen die Nennung ihres vollen Namens. Der Heyne Verlag lässt eine aktualisierte Auflage des Buches drucken, in der sie nur noch als Claudia D. bezeichnet wird. Sowohl der Verlag als auch Kachelmann legten Widersprüche ein.

Sequenzen aus Jauch-Sendung sollen entfernt werden

Claudia D. wehrt sich zudem auch gegen eine Verbreitung der ARD-Talksendung «Günther Jauch» vom vergangenen Sonntag. Ein entsprechendes Schreiben sei am Mittwoch an den zuständigen Sender NDR gesendet worden, sagte ihr Anwalt Manfred Zipper der Nachrichtenagentur dapd in Schwetzingen. Der NDR bestätigte den Eingang bislang nicht.

Kachelmann und seine Ehefrau Miriam waren bei Jauch zu Gast. Die frühere Geliebte Claudia D. will erreichen, dass einige dort gegen sie gerichtete Äusserungen herausgeschnitten werden. Noch ist die Sendung ungekürzt im Internet, unter anderem in der ARD-Mediathek, abrufbar.

Claudia D. will darüber hinaus auch zwei weitere Kachelmann-Äusserungen verbieten lassen. Eine gerichtliche Entscheidung stand zunächst noch aus.

dapd/wid

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