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Kachelmanns Teilsieg über Schawinski

Roger Schawinski schrieb in seinem Buch über Jörg Kachelmann. Dieser klagte. Ein deutsches Gericht hat nun einen ersten Beschluss gefällt.

«Herr Schawinski hat keine Lizenz zum Lügen»: Jörg Kachelmann vor einem Gerichtsgebäude in Köln. (25 February 2015)
«Herr Schawinski hat keine Lizenz zum Lügen»: Jörg Kachelmann vor einem Gerichtsgebäude in Köln. (25 February 2015)
Oliver Berg/EPA, Keystone

Wetter-Moderator Jörg Kachelmann reichte im Juni in Köln Klage gegen Roger Schawinski ein. Der Medienunternehmer habe in seinem Narzissmus-Buch «Ich bin der Allergrösste» mehrfach Unwahrheiten über ihn verbreitet. Nun fiel als erster Beschluss eine einstweilige Verfügung.

Zwei Stellen muss Schawinski streichen, und zwar nur in Büchern auf dem deutschen Markt. Neun weitere Stellen, die Gegenstand der Klage sind, können belassen werden. Erhebt der Radiobetreiber Einspruch und bekommt recht, kann er die Kosten fürs Schwärzen bei Kachelmann einklagen.

Kachelmann ist mit diesem Teilerfolg zufrieden. «Das ist zunächst ein schönes Ergebnis, dass alle Bücher geschwärzt werden müssen, auch die ausgelieferten», sagt er zum «Sonntagsblick». Doch will er die Sache nicht auf sich beruhen lassen. «Uns genügt das noch nicht, wir ziehen weiter, um weitere Punkte durchzusetzen. Herr Schawinski muss lernen, dass er keine Lizenz zum Lügen hat.»

Derweil sieht sich auch Schawinski als Sieger. «Unter dem Strich ist es eine krachende Niederlage für Kachelmann, der 85 Prozent der Gerichtskosten tragen muss», sagt er zu «Sonntagsblick». Schawinski prüft ebenfalls einen Rekurs. «Medien einzuklagen, ist ja seit Jahren Kachelmanns Geschäftsmodell, um so zu Schadenersatzzahlungen zu kommen.»

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