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Frost-Nacht mit bis zu minus 12,9 Grad

In der vergangenen Nacht sank das Quecksilber in der Schweiz stellenweise deutlich unter den Gefrierpunkt. Der tiefste Wert meldet die Station in Visp mit minus 12,9 Grad.

Die Situation für die Reben sei katastrophal, sagte der Verband der Walliser Weinbauern: Um die Reben zu schützen, wurden sie mit Wasser bespritzt, damit sich eine Eisschicht bilden konnte.
Die Situation für die Reben sei katastrophal, sagte der Verband der Walliser Weinbauern: Um die Reben zu schützen, wurden sie mit Wasser bespritzt, damit sich eine Eisschicht bilden konnte.
Jean-Christophe Bott
In der ersten frostigen Nacht vom 18. auf den 19. April 2017 suchte der Frost vor allem die Reben im Tal und an den unteren Hängen zwischen Sitten und Martigny heim. (20. April 2017)
In der ersten frostigen Nacht vom 18. auf den 19. April 2017 suchte der Frost vor allem die Reben im Tal und an den unteren Hängen zwischen Sitten und Martigny heim. (20. April 2017)
Valentin Flauraud, Keystone
Der Schnee hats bis ins Zürcher Unterland geschafft, genauer nach Bülach.
Der Schnee hats bis ins Zürcher Unterland geschafft, genauer nach Bülach.
Leser-Reporter 20 Minuten
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Die Schweiz hat eine für die Jahreszeit extrem kalte Nacht mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt hinter sich. In Visp VS, Rünenberg BL, Elm GL, Andermatt UR, Arosa GR und auf dem Hörnli im Zürcher Oberland gab es neue Rekorde für die zweite Aprilhälfte.

Im Mittelland hielten sich die Minustemperaturen in Grenzen, weil die Nacht hindurch eine schwache Bise wehte, wie MeteoNews mitteilte. Deshalb konnte sich kalte Luft nicht oder nur bedingt in Kaltluftseen ansammeln. Für das Mittelland wurden bei den üblichen Messungen zwei Meter über Boden Tiefstwerte von -1 bis -4 Grad registriert.

Bei längeren Messreihen keine Rekorde

Der bisherige Tiefstwert in Arosa seit Messbeginn 1959 stammt aus dem Jahr 1969. Damals war es -12,1 Grad kalt gewesen, wie SRF Meteo schreibt. In der Nacht auf Donnerstag wurden minus 12,8 Grad gemessen.

Auch in Rünenberg, wo seit 1982 gemessen wird, oder in Visp, wo seit 1959 Messungen vorliegen, gab es nach dem 15. April seit Messbeginn noch nie so tiefe Temperaturen wie am Donnerstagmorgen. Stationen mit längeren Messreihen verzeichneten keine Rekorde.

Nur am Genfersee und im Tessin blieb es teils frostfrei. Am kältesten war es laut MeteoNews bei Stationen unterhalb von 1000 Metern in Brülisau AI und in Elm GL mit jeweils -7,8 Grad. Im Flachland war es mit -5,2 Grad in Bärschwil SO am kältesten. SRF Meteo meldete als Tiefstwerte für Orte unter 1000 Meter ebenfalls Elm GL mit -7,8 Grad sowie Gais AR mit -7,3 und Einsiedeln SZ mit -6,8 Grad. In den Alpen lagen die Minustemperaturen im zweistelligen Bereich, so am Ofenpass GR bei -15,4, in Andermatt UR bei -13,2 oder in Arosa GR bei -12,8 Grad.

Weitere kalte Nacht erwartet

Die fünf Zentimeter über dem Boden gemessene Temperatur war nochmals ein gutes Stück tiefer. An mehreren MeteoNews-Stationen wurden Werte zwischen -4 und -8 Grad registriert. Der tiefste Wert meldet die Station in Visp mit 12,9 Grad unter Null. in Ebnat-Kappel wurden -12 Grad gemessen.

Die kommende Nacht dürfte laut MeteoNews wiederum klar sein, zudem lässt die Bise nach. Damit seien am Freitagmorgen noch etwas tiefere Temperaturen als am Donnerstag zu erwarten.

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