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Kerzen, Teddybären und Tumulte am Tatort

Mit einer Andacht beim Frankfurter Hauptbahnhof haben rund 400 Menschen des getöteten Buben gedacht. Dabei kam es zu Tumulten.

Trauer um den getöteten Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof:  Menschen halten sich an den Händen und erinnern an das getötete Kind.
Trauer um den getöteten Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof: Menschen halten sich an den Händen und erinnern an das getötete Kind.
Frank Rumpenhorst, AFP
Die Trauernden legten am Bahnsteig 7 Blumen, Kerzen und Teddybären nieder.
Die Trauernden legten am Bahnsteig 7 Blumen, Kerzen und Teddybären nieder.
Frank Rumpenhorst, AFP
Der 40-Jährige, der mutmasslich mehrere Personen vor einen Zug stiess und dabei den achtjährigen Knaben tötete, muss sich in Deutschland einem Strafverfahren wegen des Tötungsdeliktes stellen.
Der 40-Jährige, der mutmasslich mehrere Personen vor einen Zug stiess und dabei den achtjährigen Knaben tötete, muss sich in Deutschland einem Strafverfahren wegen des Tötungsdeliktes stellen.
Christoph Reichwein, Keystone
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Am Tatort herrschte am Dienstag Entsetzen. Zahlreiche Menschen legten am Bahnsteig 7 des Hauptbahnhofs in Frankfurt Blumen, Kerzen und kleine Teddybären nieder. Am Abend fand eine Andacht statt, der rund 400 Menschen beiwohnten.

Der Tod des Achtjährigen sei für die Angehörigen eine «sinnlose Katastrophe», sagte der Leiter der Frankfurter Bahnhofsmission. Er lud die Trauernden ein, sich in ein Kondolenzbuch einzutragen. Zunächst war geplant, die Andacht in der Bahnhofshalle abzuhalten, wegen des erwarteten grossen Andrangs wurde sie aber auf den Vorplatz verlegt.

Wie die «Frankfurter Rundschau» berichtet, seien bei der Mahnwache Demonstranten von rechts und links aneinandergeraten. Während der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann an Zusammenhalt und Menschlichkeit appellierte, stellten einige Rechte auf der einen Seite des Platzes Schilder auf, auf denen Fotos von Opfern vermeintlicher «Migrantengewalt» zu sehen waren. Auf den Plakaten stand «Wir sind nicht mehr». Gegendemonstranten antworteten: «Wo wart ihr in Wächtersbach?» – in Anspielung auf den rassistisch motivierten Anschlag auf einen Eritreer vor einigen Tagen. Als sich die Fraktionen von rechts und links zu schubsen und beleidigen begannen, intervenierte die vielköpfige Polizeitruppe vor Ort.

Auf dem Weg in die Ferien

Nach der tödlichen Attacke kommen neue Details ans Licht. Der Junge und seine Mutter waren offenbar auf dem Weg in die Ferien nach Österreich. Dort wollten sie sich ursprünglich mit der zwölfjährigen Schwester des Jungen und der besten Freundin der Mutter treffen. Beide waren mit dem Auto auf dem Weg nach Österreich, weil ihr Hund eine lange Zugfahrt ohne Pause nicht durchgehalten hätte; das berichtet eine Bekannte der Familie der «Bild»-Zeitung.

afp/sda/red

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