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Kinderwagen rollt auf Zuggleise – Kind tot

An einem kleinen Bahnhof in Österreich wollte eine Mutter gerade Billette kaufen, als der Buggy mit ihrem kleinen Mädchen wegrollte.

Hier ereignete sich das Unglück: Linzer Bahnhof Ebelsberg. (8. April 2015)
Hier ereignete sich das Unglück: Linzer Bahnhof Ebelsberg. (8. April 2015)
Fotokerschi.at/Werner Kerschbaummayr, Keystone

Ein Güterzug hat auf einem kleinen Regionalbahnhof in Österreich ein 18 Monate altes Kind in seinem Buggy erfasst. Das Mädchen war sofort tot, wie die Polizei berichtete. Der Kinderwagen war am Mittwochvormittag im Bahnhof Ebelsberg bei Linz losgerollt und auf das Gleis gestürzt, als die 33-jährige Mutter im Untergeschoss des Bahnhofs Tickets löste. Die Mutter wurde nach dem Unglück von einem Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

«Wir sind selber schockiert», sagte ein Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zu dem Unglück. Der Bahnhof sei videoüberwacht. Die Aufnahmen seien bereits der Polizei übergeben worden, sagte Sprecher Michael Braun. Die Mutter habe auf einem Mittel-Bahnsteig gestanden, an dem auf beiden Seiten Gleise vorbeiführten.

Zeuge beobachtete Unglück

Der Bahnsteig ist laut Polizei zum Gleis hin etwas abschüssig. Ausserdem sei es windig gewesen, sagte ein Sprecher zum möglichen Unglückshergang. Im Bahnhof werde per Lautsprecher vor durchfahrenden Zügen gewarnt, betonte der ÖBB-Sprecher. Die ÖBB seien sich nach Auswertung der Daten sicher, dass es eine entsprechende Lautsprecher-Warnung vor dem Güterzug Wien-Passau auch in diesem Fall gegeben habe. Ausserdem seien auf dem Boden die üblichen Markierungen angebracht, die einen Sicherheitsabstand zum Gleis anzeigten.

Ein Zeuge hatte das Unglück gegen 10 Uhr noch beobachtet, war aber zu weit entfernt, um eingreifen zu können. Die Güterzüge dürfen laut Polizei mit bis zu 100 Stundenkilometern durch den Bahnhof fahren.

SDA/rub

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