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Kirchner wird Patin für Baby von lesbischem Paar

In Argentinien wird das erste Mädchen eines homosexuellen Paares getauft. Staatspräsidentin Cristina Fernández de Kirchner stellt sich als Gotte zur Verfügung, schickt aber eine Marineoffizierin an die Taufe.

Wird Gotte der Tochter eines lesbischen Paares: Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner. (Arhivbild)
Wird Gotte der Tochter eines lesbischen Paares: Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner. (Arhivbild)
AFP

Das Baby eines lesbischen Paares in Argentinien bekommt bei seiner Taufe prominente Unterstützung: Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner habe sich bereiterklärt, Patin der kleinen Umma Azul zu sein, teilte die zuständige Regierungsbeamtin Nancy Esteche mit.

Die Taufe findet am Samstag in der historischen römisch-katholischen Kathedrale der Stadt Córdoba statt. Das zwei Monate alte Mädchen ist das erste Kind eines homosexuellen Paares, das in dem südamerikanischen Land diesen kirchlichen Segen empfängt.

Staatschef als Pate des 7. Kindes

Laut Gesetz können Paare argentinische Staatschefs bitten, sich als Pate ihres siebten Kindes zur Verfügung zu stellen. Für die erste Tochter von Carina Villarroel und Soledad Oriz mache Fernández jedoch eine Ausnahme, sagte Esteche weiter.

An der Taufzeremonie für Umma Azul werde die Präsidentin jedoch nicht persönlich teilnehmen, hiess es. An ihrer Statt werde Marineoffizierin Claudia Fenochio dabei sein, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Telam. Schwule und Lesben feierten den Schritt am Freitag dennoch als Zeichen einer neuen Offenheit in der katholischen Kirche.

Der Papst unterlag Kirchner

Unter Fernández wurde Argentinien das erste Land in Lateinamerika, in dem die Homo-Ehe erlaubt wurde. Die Präsidentin setzte sich in dieser Frage vor vier Jahren gegen Kardinal Jorge Mario Bergoglio durch, der damals der katholischen Kirche Argentiniens vorstand.

Nachdem er im vergangenen Jahr zum Papst aufstieg, schien er mehr Verständnis zu zeigen. «Wer bin ich zu richten?», wenn eine schwule Person den Herrn suche, fragte Franziskus in einem aufsehenerregenden Interview.

SDA/chk

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