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Kokainsüchtiger ersticht Ehefrau – 12 Jahre Gefängnis

Mit einem Messer sticht ein 49-Jähriger aus Gland VD solange auf seine Frau ein, bis diese stirbt. Das Strafgericht von Nyon sprach den Mann des Mordes schuldig.

«Alles an sich, was einen Mörder ausmacht»: In diesem Haus in Gland VD kam es Ende Setpember 2013 zur Bluttat.
«Alles an sich, was einen Mörder ausmacht»: In diesem Haus in Gland VD kam es Ende Setpember 2013 zur Bluttat.
20 Minutes

Ein kokainsüchtiger Mann, der Ende 2013 in Gland VD seine Ehefrau mit mehreren Messerstichen getötet hat, muss für 12 Jahre ins Gefängnis. Das Strafgericht von Nyon verurteilte den 49-Jährigen am Dienstag wegen Mordes. Sein Anwalt will das Urteil anfechten.

Das Gericht liess keinen Zweifel an seiner Überzeugung, dass der Mann wegen Mordes und nicht nur wegen vorsätzlicher Tötung zu verurteilen sei. Der 49-Jährige habe alles an sich, was einen Mörder ausmache: Verbissenheit, Grausamkeit, Hinterlist. Sein massiver Kokainkonsum erkläre nicht alles, befand das Gericht.

21 Wunden

Das Verhalten des Drogensüchtigen wurde vom Gericht als «äusserst abscheulich» bezeichnet, insbesondere die Art und Weise wie er seine Frau – ebenfalls stark drogensüchtig – mit reiflich überlegten und vorbereiteten Handlungen in die Falle gelockt habe.

Der Mann hatte seine 32-jährige Ehefrau am 8. September 2013 in der gemeinsamen Wohnung in Gland im Kanton Waadt umgebracht. Das Opfer wies mindestens 21 Wunden auf, darunter einen Lungendurchstich und Schnitte an der Halsschlagader, an denen es verblutete.

Mit Kokain an Tatort gelockt

Die Anklage zeigte auf, dass die Tat mit grösster Wahrscheinlichkeit geplant war. So soll der Mann bereits am Morgen ein Messer in einem Bademantel in der Toilette versteckt haben Ausserdem soll er ein zweites Messer unter seine Hose gelegt haben.

Anfangs Nachmittag soll er seine Frau dann mit einer Dosis Kokain in die Toilette gelockt haben. Er schloss die Tür und stellte sich im Finsteren hinter der Frau auf, während er ihr mehrere Messerstiche in den Rücken versetzte.

Von dem «Teufelsweib» befreien

Anschliessend machte er einen vergeblichen Versuch, die Frau zu erwürgen. Diese wehrte sich, worauf der Mann weiter auf sie einstach. Laut der Anklage liess der Täter nicht von seinem Opfer ab, bis dieses tot war.

Kurz nach dem Eintreffen der Polizei, die von Nachbarn alarmiert worden war, gestand der Mann seine Tat und fügte als Erklärung hinzu, dass er sich von dem Teufelsweib habe befreien müssen. Die Frau habe ihn überwachen lassen und vergiften wollen.

SDA/bee

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