Kupferdieb durch Stromschlag getötet

Fünf Diebe waren im Kanton Freiburg auf Tour. Als einer von ihnen verletzt wurde, liessen ihn seine Komplizen zurück.

Seine Kollegen baten einen Taxifahrer um Hilfe: Ein 28-Jähriger starb beim Versuch, Kupferkabel zu stehlen. (Archivbild) Bild: Peter Schneider/Keystone

Seine Kollegen baten einen Taxifahrer um Hilfe: Ein 28-Jähriger starb beim Versuch, Kupferkabel zu stehlen. (Archivbild) Bild: Peter Schneider/Keystone

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Am 19. September ist auf einem Parkplatz in Cottens FR ein tödlich verletzter Mann zurückgelassen worden. Nun ist klar, woran der 28-jährige Mann starb: Er hatte wahrscheinlich einen Stromschlag erlitten, als er an den Bahngeleisen Kupferkabel stehlen wollte.

Laut Angaben der Freiburger Kantonspolizei vom Freitag gehörte der Mann zu einer rumänischen Diebesbande, die in der Nacht auf den 19. September an den Bahngeleisen zwischen Siviriez und Vauderens unterwegs war. Beim Durchschneiden von Erdungskabeln aus Kupfer erlitt der 28-Jährige einen Stromschlag.

Taxifahrer um Hilfe gebeten

Seine Kollegen hielten in der Folge ein Taxi an und baten den Mann um Hilfe, weil ihr Kollege schwer verletzt sei. Der Taxichauffeur rief den Notfalldienst und vereinbarte, dass eine Ambulanz das Opfer auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Cottens abholen würde.

Die Gruppe folgte dem Taxi in zwei Privatautos - in einem der beiden Autos befand sich der Schwerverletzte. Auf dem Parkplatz angekommen, legten die Autoinsassen ihren Landsmann auf den Boden und fuhren davon. Trotz Rettungsmassnahmen der Ambulanz verstarb der Mann noch vor Ort.

Achtköpfige Diebesbande

Laut der Polizei handelt es sich bei den Komplizen um drei Männer im Alter von 25, 28 und 33 Jahren sowie einer Frau im Alter von 24 Jahren. Sie müssen sich nicht nur wegen Diebstahls sondern auch wegen unterlassener Hilfestellung verantworten, wurden aber bislang nicht angehalten.

Gemäss Polizeiangaben sollen noch weitere drei Personen zur Diebesbande gehören. Deren Identität ist nicht bekannt. Die Gruppe war am Vortag des Unfalls wahrscheinlich auf eine Baustelle in Lussy eingebrochen, wo Werkzeuge im Wert von mehreren Tausend Franken gestohlen wurden.

(oli/sda)

Erstellt: 19.10.2018, 20:56 Uhr

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