Zum Hauptinhalt springen

Lebensmittelskandal in Japan: Hunderte Menschen erkrankt

In Japan mussten 6,4 Millionen Tiefkühlgerichte zurückgerufen werden. Die Kost war möglicherweise mit Pestiziden verseucht.

Ein Lebensmittelgeschäft in Fujisawa in der Nähe von Tokio: Mittels des Zettels am Gestell entschuldigt sich der Hersteller und ruft seine Produkte zurück. (7. Januar 2014)
Ein Lebensmittelgeschäft in Fujisawa in der Nähe von Tokio: Mittels des Zettels am Gestell entschuldigt sich der Hersteller und ruft seine Produkte zurück. (7. Januar 2014)
Keystone

Der Lebensmittelfabrikant Maruha Nichiro Holding warnte heute mit ganzseitigen Anzeigen in den grossen japanischen Zeitungen vor dem Verzehr seiner tiefgekühlten Lebensmittel wie Pizzen, Kroketten und Pfannkuchen. Die Firma rief 6,4 Millionen Packungen verschiedener gefrorener Produkte zurück. In einigen seien hohe Werte des Pestizids Malathion entdeckt worden. Die Produkte würden einen starken Nebengeschmack haben. Wenn sie gegessen würden, könne dies Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen zur Folge haben.

Das japanische Gesundheitsministerium teilte mit, dass bis Dienstagabend 556 Menschen mit diesen Symptomen registriert worden seien. Der Fabrikant wurde aufgefordert, alle möglicherweise betroffenen Produkte zurückzurufen und die Öffentlichkeit weiter über den Stand zu informieren.

Pestizid wird gegen Flöhe eingesetzt

Die Zahlen, wie viele Menschen betroffen sind, schwanken. Die Nachrichtenagentur Kyodo teilte mit, nach ihrer Zählung seien 909 Menschen nach dem Genuss der Produkte erkrankt, der öffentliche Rundfunksender NHK zählte 356 Fälle. Allerdings war unklar, ob der Verzehr der verdorbenen Produkte tatsächlich für die Erkrankungen verantwortlich war. Das Gesundheitsministerium erklärte, es habe das Pestizid bei rund drei Dutzend Tests nicht entdeckt.

Malathion wird in der Landwirtschaft und bei Gartenarbeit eingesetzt. Es wird auch zur Bekämpfung von Flöhen genutzt. Bei zu hoher Konzentration kann es auch Menschen gefährlich werden.

SDA/ldc

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch