Zum Hauptinhalt springen

Leiche in Koffer bleibt wochenlang unbemerkt

Am Tokioter Bahnhof lagerte der leblose Körper einer älteren Frau erst in einem Schliessfach, dann im Fundbüro. Bei der Öffnung des Koffers war das Entsetzen gross.

Niemand will Verwesungsgeruch wahrgenommen haben: Polizisten sperren den Zugang zu den Schliessfächern im Bahnhof von Tokio. (31. Mai 2015)
Niemand will Verwesungsgeruch wahrgenommen haben: Polizisten sperren den Zugang zu den Schliessfächern im Bahnhof von Tokio. (31. Mai 2015)
Kyodo News, Keystone

Eine in einen Koffer gestopfte Frauenleiche ist am Bahnhof von Tokio mehr als einen Monat lang unbemerkt geblieben. Der Koffer mit der Leiche sei am 26. April in einem Schliessfach des Bahnhofs deponiert worden. Das Fach blieb unverschlossen, teilte die Polizei am Montag mit. Nachdem es niemand geleert habe, sei der Koffer ins Fundbüro des Bahnhofs gebracht worden. Erst nach einem weiteren Monat hätten die Mitarbeiter den Koffer geöffnet, weil er nicht abgeholt worden war.

«Es gab einen abnormen Geruch, als wir den Koffer geöffnet haben», sagte ein Sprecher vor Journalisten. «Dann haben wir Haare gesehen. Wir waren überrascht und entsetzt.» Die Polizei teilte mit, es handele sich um die bereits verwesende Leiche einer etwa 1,40 Meter grossen Frau im Alter zwischen 70 und 90 Jahren. Die Identität der Toten und die Todesursache müssten noch geklärt werden. Dafür würden die Aufnahmen der Überwachungskameras in und um den Bahnhof ausgewertet.

Angeblich bemerkte niemand den Geruch

Örtliche Medien berichteten, der verwendete Koffer sei 70 mal 50 Zentimeter gross gewesen. Die Boulevard-Zeitung «Sponichi» schrieb, keiner der Angestellten, die in einem Büro in der Nähe des Fundbüro-Lagers arbeiten, habe den Verwesungsgeruch bemerkt.

Der Hauptbahnhof von Tokio gehört zu den betriebsamsten der Welt. Nach Angaben des Betreibers wird er jährlich von rund 150 Millionen Reisenden genutzt.

AFP/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch