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Leichen von Schweizer Ehepaar waren stark verwest

Im ägyptischen Badeort Hurghada wurden die Leichen von zwei Schweizern gefunden. Im Fokus der Ermittlungen steht offenbar ein 25-jähriger Wachmann.

Mutmasslicher Tatort: Im Garten dieser Villa in Hurghada soll das Ehepaar getötet worden sein. (Bild: Screenshot SRF/«10vor10»)
Mutmasslicher Tatort: Im Garten dieser Villa in Hurghada soll das Ehepaar getötet worden sein. (Bild: Screenshot SRF/«10vor10»)

Ein Schweizer Ehepaar ist in Ägypten getötet worden. Gemäss der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens SRF ereignete sich das Tötungsdelikt im Badeort Hurghada am Roten Meer. Eine Sprecherin des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) bestätigte lediglich, dass das Ehepaar in Ägypten getötet worden sei.

Das EDA stehe in Kontakt mit den Polizeibehörden in Ägypten und der Schweiz, sagte EDA-Sprecherin Carole Waelti. Weitere Informationen gibt das Departement zurzeit nicht bekannt. Laut einem lokalen Polizeichef hatte ein Sicherheitsbeamter der Villa gemeldet, dass das Paar abwesend sei und die Handys ausgeschaltet seien, wie «10vor10» weiter berichtet. Der Mann habe gesagt, das Paar besuche seine Kinder in der Schweiz. Allerdings seien die beiden nie in der Schweiz angekommen und hätten Ägypten auch nicht verlassen.

Bericht: Diebesgut gefunden

Das staatliche ägyptische Fernsehen berichtete auf seiner Internetseite, die Leichen der beiden Schweizer seien in einer Villa gefunden worden. Bilder der Nachrichtenagentur AP zeigen, wie ägyptische Polizisten vor einem Ferienressort in Hurghada eine Leiche aus einem Erdloch bergen. Es soll sich dabei um eines der beiden Opfer handeln. Die Leichen wurden in das Krankenhaus von Hurghada gebracht. Ein Klinikvertreter sagte AFP, es seien zwei stark verweste Leichen eingeliefert worden.

Das Ehepaar sei vor einer Woche verschwunden. Unter Verdacht stehe der Wachmann der Villa, der das Haus offenbar für sich haben wollte, hiess es weiter. Laut dem chinesischen TV-Sender NTD TV wurden er und zwei weitere Personen verhaftet. Es soll sich um den Koch handeln.

Nach einem dritten Verdächtigen wird noch gefahndet. Der Wachmann, ein 25-jähriger Ägypter, habe zugegeben, das Paar gemeinsam mit zwei Komplizen umgebracht und verscharrt zu haben, schreibt die ägyptische Zeitung «al-Dustur». Im Haus eines der Komplizen habe die Polizei einen Laptop, eine Kaffeemaschine, einen Staubsauger und einen Kühlschrank gefunden. Es könnte sich um Diebesgut aus dem Haus der getöteten Schweizer handeln.

sda/AFP/hbr/ajk/fko

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