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Leutnant mit Stadionverbot schiesst grundlos auf Türsteher

Am frühen Sonntag Morgen schoss ein Armeeleutnant in Neuenburg einen Türsteher nieder. Nun wird bekannt: Trotz Stadionverbot und Vorstrafe wurde der 21-Jährige bewaffnet im Rang belassen.

Am Osterwochenende spielte sich vor dem Club Cancun in Neuenburg eine dramatische Szene ab: Nachdem er zu Hause einen Abschiedsbrief geschrieben und vervielfältigt hatte, lief ein Leutnant der Schweizer Armee am Sonntag um drei Uhr früh von hinten auf einen Türsteher des Clubs zu, zückte seine Ordonnanzpistole und schoss dem Mann in den Hals. Ohne ihn zuvor gekannt zu haben. Danach richtete er die Waffe gegen seinen Kopf und tötete sich selbst. Der niedergeschossene Sicherheitsmann hatte Glück und überlebte den Angriff schwer verletzt.

Wie die welsche Tageszeitung «Le Matin» berichtet, war der 21-jährige Schütze ein gewaltbereiter Anhänger des Fussballclubs Neuchâtel Xamax. Der Neuenburger Staatsanwalt Yanis Callandret bestätigte gegenüber den Medien, dass der Mann seit Oktober 2010 mit einem schweizweiten Stadionverbot belegt war und vom St. Galler Staatsanwalt am 20. September 2010 wegen Versuchs der leichten Körperverletzung und Gewalt gegen Beamte beim Spiel Uznach - Xamax zu 90 Tagessätzen à 80 Franken bedingt verurteilt worden ist.

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