LKW-Opfer: Vietnam nimmt acht Verdächtige fest

Die Behörden des asiatischen Landes bezeichnen den Fund von 39 Leichen bei London mittlerweile als «ernste menschliche Tragödie».

Schreckliche Entdeckung im englischen Grays: Polizeibeamte suchen nach Spuren. (Reuters/Simon Dawson/24. Oktober 2019)

Schreckliche Entdeckung im englischen Grays: Polizeibeamte suchen nach Spuren. (Reuters/Simon Dawson/24. Oktober 2019)

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Im Zusammenhang mit dem Fund von 39 Leichen in einem Lastwagen nahe London verhaftete die vietnamesische Polizei acht Verdächtige in der Provinz Nghe An. Sie sollen nach Ansicht der Behörden Teil eines Schlepperrings sein, der Vietnamesen illegal nach Grossbritannien bringt, wie staatliche Medien am Montag berichteten.

Bereits in der vergangenen Woche seien zwei Menschen in Verbindung mit dem Fall in der Provinz Ha Tinh festgenommen worden. In den beiden Provinzen haben Medienberichten zufolge 28 Familien Angehörige als vermisst gemeldet. Die Behörden in Vietnam haben Blutproben von Familienangehörigen einiger Vermisster entnommen, um deren DNA mit der der Toten abzugleichen.

Auf Veranlassung des vietnamesischen Premierministers Nguyen Xuan Phuc reiste ein Vize-Aussenminister mit einer Delegation am Sonntag nach Grossbritannien. Dort soll der ungenannte Regierungsvertreter die Untersuchungen zu dem Vorfall unterstützen und bei der Identifizierung der Leichen helfen.

Das vietnamesische Aussenministerium hatte den Vorfall am Samstag als «ernste menschliche Tragödie» bezeichnet, nachdem die britische Polizei bekanntgegeben hatte, dass alle Opfer vermutlich Vietnamesen sind.

Die Leichen der 31 Männer und 8 Frauen waren am 23. Oktober in einem Kühllaster entdeckt worden. Die britische Polizei ermittelt wegen Totschlags in 39 Fällen und Menschenhandels. Der aus Nordirland stammende Lastwagenchauffeur wurde festgenommen, er befindet sich in Untersuchungshaft. Dem 25-Jährigen werden Totschlag, Verschwörung zum Menschenhandel und Geldwäscherei zur Last gelegt. (fal/sda)

Erstellt: 04.11.2019, 11:42 Uhr

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