Schüsse auf ICE von Zürich nach Hamburg?

500 Reisende mussten einen Zug verlassen, der nach Hamburg unterwegs war. Der Zugchef hatte Löcher in den Scheiben am Speisewagen festgestellt.

Löcher in der Scheibe: Der Zugchef hat einen ICE aus Zürich in Karlsruhe gestoppt. (Symbolbild)

Löcher in der Scheibe: Der Zugchef hat einen ICE aus Zürich in Karlsruhe gestoppt. (Symbolbild) Bild: Keystone

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Ein ICE auf dem Weg von Zürich nach Hamburg hat seine Fahrt am Freitagmorgen in Karlsruhe wegen beschädigter Seitenscheiben gestoppt. Die rund 500 Fahrgäste mussten in einen anderen Zug umsteigen.

Drei Scheiben des Bordrestaurants zeigten kreisrunde oberflächliche Beschädigungen, teilten Bundespolizei und Deutsche Bahn mit. Einem Zugbegleiter war der vermutlich bereits ältere Schaden an den Fenstern aufgefallen.

Hat jemand auf den Zug geschossen?

Die Scheiben werden kriminaltechnisch untersucht. Steinschlag komme als Ursache nicht infrage, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Ob möglicherweise jemand auf den Zug geschossen habe, werde untersucht.

«Bisher hat sich niemand beklagt», sagt Martin Schmolke, Pressesprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Erst der Zugchef habe die Schäden während der Fahrt festgestellt. «Wenn es auf den Scheiben Regentropfen hatte, konnte man Löcher kaum sehen.» Den Abbruch der Fahrt in Karlsruhe begründet Schmolke damit, dass man auf Nummer sicher gehen wollte. «Es hat sich um eine vorsorgliche Massnahme gehandelt. Für die Passagiere bestand keine Gefahr.»

Die Reisenden seien mit dem nachfolgenden ICE 202 weiterbefördert worden. Die beschädigten Scheiben habe man mit Spezialklebefolie gesichert und der Zug sei leer nach Hamburg in die Werkstatt gefahren. (oli/sda)

Erstellt: 11.08.2017, 15:30 Uhr

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