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Löwe beisst Touristin durchs Autofenster tot

In einem südafrikanischen Park kam eine Touristin durch einen Löwenbiss ums Leben. Die Frau habe die Parkregeln verletzt, sagte ein Angestellter des Parks.

Parkregeln verletzt: Ein Mann geht an den Warnschildern im Wildpark in Johannesburg vorbei. (1. Juni 2015)
Parkregeln verletzt: Ein Mann geht an den Warnschildern im Wildpark in Johannesburg vorbei. (1. Juni 2015)
Keystone

Nirgendwo anders kann man Löwen so nah und zugleich sicher sein wie in einem Wildpark in Johannesburg – so wirbt jedenfalls der Park selbst. Am Montag tötete eine Löwin hier eine US-Touristin.

Eine Löwin hat in einem südafrikanischen Wildpark eine Amerikanerin getötet und ihren Fahrer verletzt. Die auf dem Beifahrersitz mitfahrende Frau habe ihr Fenster ganz offen gehabt – und damit die Parkregeln verletzt, sagte Scott Simpson, stellvertretender Betriebsleiter der Anlage. Sie habe Fotos geschossen, als sich das Tier genähert und sich auf sie gestürzt habe. Die Löwin habe die Frau durch das geöffnete Fenster gebissen.

Fahrer wehrte sich

Der Fahrer habe versucht, den Löwen zu schlagen, sagte Simpson. Dabei habe er Kratzwunden erlitten. Personal des Parks habe den Löwen schnell vom Wagen vertrieben, ein Krankenwagen sei sofort gekommen. Die Frau sei jedoch gestorben. Die US-Botschaft hatte zuvor mitgeteilt, sie habe Berichte eines Vorfalls in einem privat betriebenen Park erhalten, in den ein US-Bürger verwickelt sein soll.

Der Park gilt als beliebte Touristenattraktion: Die Besucher können durch Teile des Geländes in ihren eigenen Autos fahren, die Löwen bewegen sich hier frei. In Gehegen können sie Löwenbabys streicheln. Es gibt auch geführte Touren durch Geparden-Gehege. Der Park wirbt auf seiner Webseite: «Nirgendwo kann man dem Stolz von Löwen und anderen Tieren näher kommen und trotzdem komplett sicher sein.»

Nicht der erste Zwischenfall

Simpson sagte, der Park werde seine Richtlinien überprüfen. Er gehe aber davon aus, dass diese mehr als angemessen seien, wenn die Besucher sie befolgen würden. Grosse Schilder forderten die Besucher auf, die Autofenster geschlossen zu halten. Fahrer bekommen eine Unterlage mit derselben Warnung ausgehändigt.

Anfang des Jahres hatten südafrikanische Medien berichtet, ein australischer Tourist sei in dem Park von einem Löwen gebissen worden. Auch er sei mit geöffneten Fenstern gefahren. Im April war ein Teenager von einem Geparden gebissen worden. Er hatte versucht, den Park mit seinem Rad zu durchqueren, wie örtliche Medien berichteten.

SDA/rar

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