Ölteppich südlich von New Orleans

Möglicherweise hat sich durch das lecke Bohrloch im Golf von Mexiko ein Ölteppich gebildet. Die US-Küstenwacht schickt Flugzeuge und Boote aus, um mehrere grossflächige Verfärbungen im Wasser zu untersuchen.

Das lecke Bohrloch am Golf von Mexiko konnte monatelang nicht gestoppt werden: Verfärbungen auf dem Meer südlich von New Orleans.

Das lecke Bohrloch am Golf von Mexiko konnte monatelang nicht gestoppt werden: Verfärbungen auf dem Meer südlich von New Orleans. Bild: Keystone

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Die US-Küstenwacht lässt südlich von New Orleans mehrere grossflächige Verfärbungen im Wasser untersuchen, bei denen es sich in mindestens einem Fall um einen Ölteppich handeln könnte. Es wird vermutet, dass das Öl noch aus dem lecken Bohrloch im Golf von Mexiko stammt, aus dem über Wochen Öl ins Meer strömte. Die Küstenwacht schickte Flugzeuge und Boote aus. Proben sollten klären, was die genaue Ursache der Verfärbungen ist, sagte ein Sprecher. In einem Fall wurde auch vermutet, dass es sich um blühende Algen handeln könnte.

Die US-Behörden haben versichert, dass das meiste Öl, das im Golf von Mexiko ausgeströmte, inzwischen wieder verschwunden ist. Einige Forscher vermuten aber, dass es weiter grössere Mengen Öl im Meer gibt, vor allem unter der Wasseroberfläche und auch am Boden, wo es Meerestiere, die am Anfang der Nahrungskette stehen, schädigen könnte. (ske/sda)

Erstellt: 24.10.2010, 12:28 Uhr

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