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Mandela verlässt Spital

Der südafrikanische Ex-Präsident Nelson Mandela ist nach knapp drei Monaten aus dem Krankenhaus entlassen worden. Sein Zustand sei aber nach wie vor kritisch.

Aktivist, Staatschef und Friedensnobelpreisträger: Nelson Mandela verlässt mit seiner Frau Winnie das Gefängnis in Paarl nahe Kapstadt. (11. Februar 1990)
Aktivist, Staatschef und Friedensnobelpreisträger: Nelson Mandela verlässt mit seiner Frau Winnie das Gefängnis in Paarl nahe Kapstadt. (11. Februar 1990)
AP Photo/Greg English
Nelson Mandela wurde 1918 im südafrikanischen Dorf Mvezo geboren. Seine Familie gehörte zum Königshaus der Thembu – ein Archivbild zeigt ihn als 43-jährigen Anführer der Partei African National Congress (ANC).
Nelson Mandela wurde 1918 im südafrikanischen Dorf Mvezo geboren. Seine Familie gehörte zum Königshaus der Thembu – ein Archivbild zeigt ihn als 43-jährigen Anführer der Partei African National Congress (ANC).
AFP
2004 kündigte Mandela seinen Rückzug aus dem öffentlichen Leben an. Nun ist er im Alter von 95 Jahren verstorben.
2004 kündigte Mandela seinen Rückzug aus dem öffentlichen Leben an. Nun ist er im Alter von 95 Jahren verstorben.
Reuters
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Nach fast drei Monaten im Krankenhaus ist der frühere südafrikanische Staatschef Nelson Mandela aus der Klinik entlassen und in sein Haus in Johannesburg gebracht worden. Der Gesundheitszustand des 95-Jährigen sei aber weiterhin «kritisch und manchmal instabil», teilte die Präsidentschaft des Landes mit.

Mandela müsse weiter intensiv behandelt werden. Mandela habe die Klinik in Pretoria am Morgen verlassen, erklärte das Präsidialamt. «Wenn es gesundheitliche Umstände gibt, die künftig einen neuerlichen Klinikaufenthalt erforderlich machen, wird dies geschehen», hiess es weiter. Mandela werde von einem «grossen Team von Medizinern aus Militär, Wissenschaft, dem privaten sowie dem öffentlichen Gesundheitsbereich» behandelt.

Am 18. Juli wurde er 95 Jahre alt

Gegen 9.00 Uhr fuhr vor Mandelas Haus in Johannesburg ein Krankenwagen mit Polizeieskorte vor. Aus Regierungskreisen hiess es, Mandela werde zu Hause ebenso intensivmedizinisch betreut wie in der Klinik. Der schwer erkrankte Mandela war seit dem 8. Juni wegen einer Lungenentzündung behandelt worden. Am 18. Juli wurde er 95 Jahre alt.

Im Jahr 2010 hatten die Vereinten Nationen Mandelas Geburtstag offiziell zum «Mandela-Tag» erklärt und alle Menschen des Planeten dazu aufgefordert, zu seinen Ehren eine gute Tat zu vollbringen. Die Präsidentschaft erklärte nun am Wochenende, Mandela zeige «trotz der seinen verschiedenen Krankheiten geschuldeten Schwierigkeiten ausserordentlichen Grossmut und Tapferkeit».

Immer wieder im Spital

Am Samstag hatte die Präsidentschaft noch Berichte britischer Medien über eine Entlassung Mandelas aus der Klinik zurückgewiesen. Mandela befinde sich «weiterhin im Krankenhaus in Pretoria» und sei «nach wie vor in einem kritischen, aber stabilen Zustand», hiess es zu diesem Zeitpunkt. Vor Mandelas Haus sammelte sich daraufhin eine Gruppe internationaler Reporter, die seine Ankunft am Sonntag live verfolgten.

Mandela hatte wegen seines Kampfs gegen die Rassentrennung in Südafrika 27 Jahre lang im Gefängnis gesessen. Im Jahr 1994 wurde Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten seines Heimatlands gewählt, bis zum Jahr 1999 blieb er im Amt.

Seit dem vergangenen Jahr war Mandela immer wieder für Tage oder Wochen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Im Dezember etwa verbrachte er wegen einer Lungenentzündung und Gallensteinen drei Wochen in der Klinik. Der nun zu Ende gegangene Aufenthalt war der längste seit seiner Haftentlassung im Jahr 1990. Aus der Zeit im Gefängnis sollen Mandelas Probleme mit der Lunge stammen.

AFP/bru

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