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Mann stirbt nach Selbstverbrennung beim US-Kongress

Es ist der dritte Vorfall in zwei Wochen in der US-Hauptstadt: Ein Mann zündete sich vor dem Kongress in Washington an. Passanten und die Polizei versuchten ihn zu löschen – doch er starb im Krankenhaus.

Selbstverbrennung in Washington: Passanten eilen zu dem brennenden Mann. (4. Oktober 2013)
Selbstverbrennung in Washington: Passanten eilen zu dem brennenden Mann. (4. Oktober 2013)
Keystone

Zum zweiten Mal in einer Woche erschüttert ein tödlicher Zwischenfall die US-Hauptstadt: Mitten im Zentrum von Washington hat sich ein Mann mit Benzin übergossen und angezündet. Er starb an den Folgen seiner schweren Verbrennungen. Dies bestätigte die Polizei gegenüber der «Washington Post». Auf der Parkpromenade National Mall, an der viele bekannte Museen und Denkmäler liegen, hatte der Mann am Freitag einen Benzinkanister genommen, sich übergossen und sich selbst in Brand gesteckt.

Ein vorbeikommender Jogger habe sich das T-Shirt vom Leib gerissen und versucht, die Flammen zu ersticken, hiess es. Mehrere Passanten eilten ihm zu Hilfe. Als das Feuer erstickt war, sei der verbrannte Mann noch bei Bewusstsein gewesen und habe geatmet, sagte eine Sprecherin der Polizei.

Er habe sich noch bei einem seiner Helfer bedankt, berichtete eine Joggerin. Dutzende Polizeiwagen eilten herbei. Sanitäter flogen den Verletzten ins Spital, doch jede notärztliche Hilfe kam zu spät. DNA-Proben sollen nun die Herkunft des Mannes klären, der wegen schwerer Verbrennungen zunächst nicht identifiziert werden konnte.

Bereits zweiter Vorfall

Die Ermittler rätselten zunächst, warum er sich anzündete. Schilder oder andere Hinweise auf eine Form des öffentlichen Protests gab es nicht. Der Vorfall fand nur rund sechs Strassenblocks vom Washingtoner Kongressgebäude statt, wo es erst am Donnerstag einen tödlichen Zwischenfall gegeben hatte.

Eine 34 Jahre alte Frau war mit dem Wagen erst in eine Sicherheitsbarrikade vor dem Weissen Haus gefahren und hatte sich mit der Polizei anschliessend eine wilde Verfolgungsjagd zum Kapitol geliefert. Die an Depressionen leidende Frau wurde erschossen und hinterliess eine Tochter im Alter von einem Jahr.

sda/AP/chk/ami

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