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Mann tötet drei Männer und ruft «Allahu Akbar»

Ein 39-Jähriger hat in Kalifornien drei Männer erschossen – offenbar weil sie weiss waren. Der dunkelhäutige Mann hatte sich zuvor schon rassistisch geäussert.

Der mutmassliche Täter hasst nach Polizeiangaben Weisse: Beamte untersuchen in Fresno einen Tatort. (18. April 2017)
Der mutmassliche Täter hasst nach Polizeiangaben Weisse: Beamte untersuchen in Fresno einen Tatort. (18. April 2017)
Scott Smith, Keystone
Soll aus Hass drei Männer erschossen haben: Der mutmassliche Täter von Fresno.
Soll aus Hass drei Männer erschossen haben: Der mutmassliche Täter von Fresno.
Keystone
Die Polizei arbeitet mit dem FBI zusammen: Polizeichef von Fresno, Jerry Dyer. (18. April 2017)
Die Polizei arbeitet mit dem FBI zusammen: Polizeichef von Fresno, Jerry Dyer. (18. April 2017)
Scott Smith, Keystone
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Ein Mann hat aus offenbar rassistischen Gründen drei Menschen in den USA erschossen. Der 39-Jährige wurde nach der Tat in Fresno im US-Staat Kalifornien am Dienstag festgenommen. Der dunkelhäutige Mann sagte nach Polizeiangaben, dass er Weisse hasst.

Die Opfer waren alle weisse Männer. Bei der Tat handelte es sich um ein Hassverbrechen, sagte der Polizeichef Fresnos, Jerry Dyer. Einen Zusammenhang zu Extremismus gäbe es nicht, auch wenn der Mann bei seiner Festnahme «Allahu Akbar» gerufen haben, arabisch für «Gott ist gross».

Die Tat basiere vollkommen auf Rassismus und habe trotz der Äusserung nichts mit Terrorismus zu tun, sagte Dyer bei einer Pressekonferenz. Der Täter habe 16 Schüsse innerhalb einer Minute abgegeben. Eines der Opfer war ein 34 Jahre alter Angestellter eines Gas- und Elektrounternehmens, der auf dem Beifahrersitz eines Firmenwagens sass. Der mutmassliche Täter ging auf das Auto zu und schoss. Der Fahrer des Wagens, der Lateinamerikaner war, sei daraufhin losgerast und habe die Polizei alarmiert.

Lateinamerikanerinnen verschont

Der Mann schoss anschliessend auf einen weiteren Menschen, verfehlte diesen aber. Also zielte er auf einen 37-Jährigen, der auf dem Gehweg eine Tüte mit Einkäufen nach Hause trug und erschoss den Mann. Das letzte Opfer des 39-Jährigen war ein 58-Jähriger auf einem Parkplatz vor einem Wohltätigkeits-Gebäude. Der mutmassliche Täter habe sich zwischen den Schüssen noch einem Auto genähert, in dem zwei Frauen und ein Kind sassen, sagte Dyer. Er habe nicht geschossen, da die Frauen beide Lateinamerikanerinnen gewesen seien, so Dyer.

Die Menschen, die ausgewählt worden seien, hätten nichts getan, was das Geschehene rechtfertigte, sagte Dyer. «Das waren grundlose Attacken von einer Einzelperson, die die Absicht hatte, heute jemanden umzubringen. Und das tat er.»

Nach mutmasslichem Täter bereits gefahndet

Der mutmassliche Täter hatte sich zuvor auch rassistisch in sozialen Netzwerken geäussert. Auf seiner Facebook-Seite soll er mehrmals «schwarze Krieger» dazu ermutigt haben, sich «aufzutürmen». Zudem soll er auch das Hashtag #LetBlackPeopleGo (auf Deutsch etwa «Lasst Schwarze in Ruhe») verwendet haben. In einem am Montag veröffentlichten Post schrieb der Mann, seine «Tötungsrate auf der anderen Seite sei gewaltig gestiegen».

Nach dem mutmasslichen Täter wurde bereits gesucht, da er in der vergangenen Woche einen Sicherheitsmann in einem Motel erschossen haben soll. Die Polizei in Fresno habe das FBI in die Ermittlungen eingebunden, sagte Polizeichef Dyer. Der 39-Jährige hat nach Behördenangaben bereits weitere Verbrechen begangen. Er soll wegen Waffenbesitzes und Drogendelikten festgenommen worden sein und auch schon Terrordrohungen geäussert haben. Der Mann soll zuletzt auf der Strasse gelebt haben.

AP/chk

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