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Mann tötet in Seattle vier Menschen

Die Opfer aus dem US-Staat Washington sind noch nicht identifiziert. Die Polizei geht jedoch von einer Familientragödie aus. Ein zwölfjähriges Mädchen hat die Schüsse überlebt.

Drei Stunden wurde mit dem Schützen verhandelt: Polizisten sichern nahe Belfair im US-Staat Washington das Haus, in dem sich der mutmassliche Täter und seine Opfer befinden. (26. Februar 2016)
Drei Stunden wurde mit dem Schützen verhandelt: Polizisten sichern nahe Belfair im US-Staat Washington das Haus, in dem sich der mutmassliche Täter und seine Opfer befinden. (26. Februar 2016)
Mason County Sheriff, Keystone

Ein bewaffneter Mann hat in einem Wohnhaus nahe Seattle vier Menschen erschossen. Anschliessend meldete er seine Tat einem Polizeibeamten, mit dem er zuvor in Kontakt gestanden hatte, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Eine folgende stundenlange Belagerung des Hauses endete mit dem Suizid des Täters.

Der Stellvertreter des Sheriffs von Mason County, Ryan Spurling, berichtete davon, dass der angerufene Polizist mit einem Kollegen zu dem Haus in der Stadt Belfair rund 40 Kilometer südwestlich von Seattle gefahren sei. Sie verhandelten demnach rund drei Stunden lang mit dem Schützen, ehe ein Sondereinsatzkommando das Gebäude stürmte und die Leichen fand. Ein zwölfjähriges Mädchen, das mit den Opfern verwandt war und die Schüsse überlebte, kam ins Krankenhaus. Details zu ihrem Gesundheitszustand nannte Spurling nicht.

Der Mann sei aus dem Haus gekommen und habe sich das Leben genommen, sagte Sheriff Casey Salisbury. «Es ist eine schreckliche Tragödie.» Keiner der Getöteten wurde bislang identifiziert. Hintergründe zu dem vorherigen Kontakt zwischen dem Beamten und dem Täter wurden ebenfalls zunächst nicht genannt.

Mann war in Behandlung

Jack Pigott, der in derselben Strasse wie die Familie wohnte, sagte, er habe am Donnerstagabend (Ortszeit) Schüsse gehört, nicht aber am Freitag. Das Paar in dem Haus sei seit vier oder fünf Jahren verheiratet gewesen. Beide waren demnach zwischen 40 und 50 Jahre alt. Die Frau hatte zwei aus Russland adoptierte Söhne im Teenageralter aus einer vorherigen Ehe sowie eine adoptierte Tochter aus China. Der Mann sei zuletzt in Behandlung gewesen, sagte Pigott. Warum, wisse er nicht. Er habe offenbar viele Medikamente nehmen müssen.

Erst vor einigen Tagen hatte ein 26-Jähriger in Phoenix seine Eltern und zwei jüngere Geschwister erschossen. Auch er nahm sich im Anschluss das Leben. In Kansas soll ein Amokschützer am Donnerstag auf dem Betriebsgelände einer Rasenmäherfabrik drei Menschen getötet haben.

SDA/afo

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