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Marco Hauenstein zweifelt am Tod seiner Mutter

Der 19-Jährige will nicht wahrhaben, dass seine Mutter nicht mehr lebt. Im Interview mit «TeleZüri» gewährt er Einblicke in sein Seelenleben.

Gibt die Hoffnung nicht auf, dass seine Mutter doch noch lebt: Marco Hauenstein.
Gibt die Hoffnung nicht auf, dass seine Mutter doch noch lebt: Marco Hauenstein.
Reto Oeschger

Die Mutter des 19-jährigen Marco Hauenstein ist tot. Die Kantonspolizei Aargau hat am Donnerstag gemeldet, dass ein im Jahr 2013 im süddeutschen Landkreis Waldshut gefundener Knochen zur gesuchten Gina Barbara Hauenstein gehört. Die damals 30-jährige Frau war im Februar 2000 vorerst spurlos verschwunden.

«Ich kann und will nicht wahrhaben, dass sie tot ist», erzählt Hauenstein in einem Beitrag von «TeleZüri». Die letzten Stunden seien für ihn nicht einfach gewesen, er habe viele Tränen vergossen. Doch er gebe die Hoffnung nicht auf: «Ich muss davon ausgehen, dass sie nicht mehr lebt. Aber 100-prozentig kann man das nicht beweisen.»

«Du suchst und suchst und dann das»

Die Aargauer Kantonspolizei veranlasste nach dem Knochenfund rechtsmedizinische Abklärungen. Anfangs 2015 ging bei der Polizei die Rückmeldung ein, dass der Knochen der vermissten Frau zugeordnet werden kann. Doch diese Erkenntnis wurde gemäss Angaben der Aargauer Kantonspolizei «aus nicht nachvollziehbaren Gründen» nicht den deutschen Behörden weitergeleitet.

«Du suchst und suchst und machst alles Mögliche, um deine Eltern zu finden und dann das», sagt Hauenstein. Trotz des «Rückschlages» schöpft der junge Mann Hoffnung: «Es ist nicht alles verloren. Ich bleibe dran.»

Lange Liegezeit

Die Forensiker gehen von einer langen Liegezeit des Knochen der Mutter aus, wie Paul Wissler, Sprecher der Polizei in Waldshut-Tiengen, auf Anfrage sagt. Gefunden wurde der Knochen am Rheinufer von einem Hund. Dessen Halter habe die Polizei informiert.

Mehr könne man dazu nicht sagen. Man wisse nicht, ob es sich um ein Verbrechen, einen Suizid, einen Unfall oder einen natürlichen Todesfall handelt, so Wissler.

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