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Martha ist der hässlichste Hund der Welt

Eine Rettungshündin aus Kalifornien ist für ihr unvorteilhaftes Äusseres ausgezeichnet worden. Dabei hat das erst dreijährige Tier ein hartes Leben.

Sieht ein bisschen aus wie Golum: «Chase», ein chinesischer Schopfhund, nahm auch am Wettbewerb teil.
Sieht ein bisschen aus wie Golum: «Chase», ein chinesischer Schopfhund, nahm auch am Wettbewerb teil.
Justin Sullivan, AFP
Auch bei ihm ist das Innere hübscher als das Äussere. (23. Juni 2017)
Auch bei ihm ist das Innere hübscher als das Äussere. (23. Juni 2017)
Josh Edelson, AFP
Das Preisgeld von 1500 Dollar geht an die Hundestaffel, der «Martha» angehört. (23. Juni 2017)
Das Preisgeld von 1500 Dollar geht an die Hundestaffel, der «Martha» angehört. (23. Juni 2017)
Josh Edelson, AFP
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Es ist ungerecht. Sie hat einen liebenswürdigen Charakter, hilft anderen und hat selbst durch mehrere Operationen schwere Krankheiten überwunden. Trotzdem hat «Martha» nun einen fragwürdigen Titel verpasst bekommen. Am Freitagabend wurde das drei Jahre alte Tier in Kalifornien zum «Hässlichsten Hund der Welt» bestimmt.

Wer das offizielle Siegerfoto anschaut, versteht warum. Beeindruckend schlaff hängen da die langen Hautlappen mit dunkelgrauem Fell nach unten. Die Augen sind blutunterlaufen der Kamera zugewandt, die Pupillen nicht zu erkennen.

«Ein 125-Pfund-Hund»

«Ein 125-Pfund-Hund mit 300 Pfund Haut», erklärt Chefjuror Brian Sobel den besonderen Reiz des Tieres. Martha ist ein Mastino Napoletano – eine italienische Hunderasse, bekannt durch «Fang», den Hund von Wildhüter Hagrid in den Harry-Potter-Filmen.

Der Wettbewerb in Petaluma, 50 Kilometer nördlich von San Francisco, ehrt Tiere mit besonderem Charakter und «Imperfektionen», heisst es auf der Webseite. Hunde eben, bei denen das Innere hübscher ist als das Äussere.

Und tatsächlich stimmt es bei der Siegerin in Sachen Moral: Martha ist eine Rettungshündin und Teil einer Hundestaffel in Sebastopol (Kalifornien). Dorthin gehen nun 1500 Dollar Preisgeld und eine 1,60 Meter hohe Trophäe.

Schwierige Zeiten hinter sich gelassen

«Sie kam mit chronischen Schmerzen zu uns und und war wegen einer lange vernachlässigten Augenkrankheit beinahe blind», schreiben die Besitzer auf der Wettbewerbs-Profilseite Marthas im Internet. Nach mehreren Operationen sei sie nun schmerzfrei und habe einen Grossteil ihrer Sehkraft wiedergewonnen.

«Seitdem es ihr besser geht, ist sie zu einem erfrischend lustigen und einfühlsamen Mädchen geworden – 125 Pfund sabberndes, schnarchendes, furzendes, lautes und albernes Mädchen», heisst es weiter. «Sie kommandiert andere Tiere herum und stellt sabbernd sicher, dass alle Besucher angemessen vollgeschleimt werden.»

14 Tiere hatten an der diesjährigen Auflage des seit den 70-er Jahren laufenden Spasswettbewerbs teilgenommen. Martha folgt auf so illustre Sieger wie den blinden Chihuahua «Sweepee Rambo» aus dem vergangenen Jahr und «Quasi Modo», einen Pitbull-Schäferhund-Mix mit Buckel, siegreich im Jahr 2015.

SDA/oli

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