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Mindestens 21 Tote durch Taifun Hagupit

Der philippinischen Millionenmetropole Manila steht der Durchzug von «Hagupit» bevor. Metereologen warnen vor Sturmfluten.

Die Menschen suchen Schutz vor dem Taifun: Ein Mann geht durch den Ort Atimonan. (8. Dezember 2014)
Die Menschen suchen Schutz vor dem Taifun: Ein Mann geht durch den Ort Atimonan. (8. Dezember 2014)
Reuters
Heftige Wellen brechen über die Häuser an der Küste der Stadt Legazpi herein. (7. Dezember 2014)
Heftige Wellen brechen über die Häuser an der Küste der Stadt Legazpi herein. (7. Dezember 2014)
Aaron Favila, Keystone
Suchen Schutz: Einwohner beziehen ihr Notlager in einer Kirche in Tacloban. (5. Dezember 2014)
Suchen Schutz: Einwohner beziehen ihr Notlager in einer Kirche in Tacloban. (5. Dezember 2014)
Lito Bagunas, AFP
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Der Taifun «Hagupit» hat sich auf seinem Weg in Richtung der philippinischen Hauptstadt Manila zu einem Tropensturm abgeschwächt. Kurz vor Eintritt der Dunkelheit traf er am Montagabend im Badeort San Juan auf der Hauptinsel Luzon rund 100 Kilometer südlich von Manila auf Land. Stunden später waren in Manila weiterhin nur leichte Windböen und Regen zu spüren. Dennoch wurden Tausende Menschen in Notunterkünfte gebracht. Seit seinem am Samstag begonnenen Durchzug über den Inselstaat starben 21 Menschen.

«Hagupit» schaffte am Montag statt der zuletzt registrierten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 135 Kilometern pro Stunde bis zu 100 Kilometer. Mit zehn Kilometern pro Stunde bewegte er sich zudem sehr langsam auf Manila zu.

Gefahr von Überschwemmungen

Meteorologen warnten allerdings vor möglichen Sturmfluten. Manilas Bürgermeister Joseph Estrada sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe wegen der Sturmflutgefahr mehr als 5000 Menschen aus einem Elendsviertel an der Küste in Sicherheit bringen lassen. Die grösste Gefahr für die zwölf Millionen Einwohner seiner Stadt seien grossflächige Überschwemmungen, fügte er hinzu.

Der Sturm hatte die viertgrösste Insel des Landes, Samar, am Wochenende verwüstet und dabei 21 Menschen getötet. Am Dienstag soll er den Vorhersagen zufolge in Richtung Südchinesisches Meer abdriften. Präsident Benigno Aquino III sagte seine Teilnahme an einem Gipfel in Südkorea mit anderen südostasiatischen Staatschefs ab. Er werde sich vertreten lassen und nun in Manila bleiben, um die Rettungsmassnahmen nach dem Durchzug von «Hagupit»überwachen zu können, sagte eine Sprecherin.

Bis zu sieben Meter hohe Wellen

Behörden zeigten sich jetzt schon erleichtert, dass «Hagupit» bisher wesentlich geringere Schäden verursachte als der vor gut einem Jahr auf den Philippinen wütende Taifun «Haiyan». Mit gewaltigen Sturmböen und bis zu sieben Meter hohen Wellen hatte dieser die Provinz Leyte auf der gleichnamigen Insel heimgesucht. Mehr als 7300 Menschen kamen dabei ums Leben oder gelten seitdem als vermisst. Rund eine Million Häuser wurden zerstört, vier Millionen Menschen obdachlos. Der Gesamtschaden summierte sich auf 571,1 Milliarden Pesos (10,2 Milliarden Euro). «Wir müssen in Alarmbereitschaft bleiben», sagte Meteorologe Alvin Pura mit Blick auf Manila. «Uns trifft zwar nicht das Auge des Sturms, aber es wird heftig regnen, und das kann zu Überschwemmungen führen.»

Die Behörden erinnerten Einwohner daran, ihre Mobiltelefone aufzuladen und Taschenlampen zu besorgen. Börse, Schulen und viele Ämter blieben in Manila am Montag geschlossen. Mehr als 100 Flüge wurden gestrichen. Die Stadt richtete in Schulen und Turnhallen Notlager ein. Arbeiter hatten in der Stadt schon Reklametafeln und Weihnachtsdekoration abgebaut. Dächer wurden gesichert, Geschäftsleute stapelten Sandsäcke vor ihren Türen.

sda/AP/kpn/thu

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