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Mit drei Stunden Verspätung zur Arbeit

Der Streik bei der Londoner U-Bahn hat den Berufsverkehr der Metropole ausgebremst. Busse, Züge und Bahnen sind total überfüllt – Pendler nerven sich auf Twitter.

Nervenstärke ist gefragt: Anstehen an einer Busstation in London. (6. August 2015)
Nervenstärke ist gefragt: Anstehen an einer Busstation in London. (6. August 2015)
Andy Rain, Keystone

Wegen eines Tarifkonflikts streiken die Tube-Angestellten in London. Alle 270 U-Bahn Stationen haben dichtgemacht und bleiben bis Donnerstagabend zu. Bereits am frühen Donnerstagmorgen waren Vorstadtzüge, Stadtbahnen und Busse überfüllt. Viele Pendler äusserten ihren Ärger in sozialen Netzwerken: «Drei Stunden später habe ich es endlich zur Arbeit geschafft», twitterte eine Nutzerin. «Ich bin so froh, dass ich heute von zu Hause aus arbeiten darf», schrieb eine andere.

Dieser Twitter-User lässt Bilder sprechen.

Userin Raquel schreibt ironisch: «Ich kann es kaum erwarten: 3 Stunden Fahrt zur Arbeit und 3 Stunden Rückfahrt von der Arbeit»

Dieser User sieht das positive und freut sich über den Arbeitstag von zu Hause aus.

Vor allem Berufspendler sind von dem Streik betroffen. Die «Tube» befördert täglich rund vier Millionen Passagiere. Grund für den zweiten Streik innerhalb von vier Wochen ist der Streit über den Nachtverkehr der «Tube» an Wochenenden, der Mitte September beginnen soll. Bislang fahren nur Nachtbusse in London. Die Angestellten der U-Bahn sind mit den Bedingungen für den 24-Stunden-Service nicht einverstanden.

Bahnchef verspricht Lohnerhöhung

Der Chef von London Underground, Nick Brown, verwies darauf, das Angebot an die Gewerkschaften beinhalte eine Lohnerhöhung, die mit zwei Prozent über der Preissteigerungsrate liege. Ausserdem seien eine Einmalzahlung von 500 Pfund vorgesehen und die Zusicherung, dass sich an der Zahl der freien Wochenenden für die Mitarbeiter nichts ändere.

Gewerkschaftschef Mick Cash bemängelte, die Pläne seien vom Grundsatz her falsch. Nicht nur die Mitarbeiter müssten die Zeche zahlen, sondern auch die Kunden mit höheren Fahrpreisen sowie weniger Zuverlässigkeit und weniger Sicherheit.

SDA/slw

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