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Mord von Frenkendorf: Mutmasslicher Täter in Polen gefasst

Eine 49-jährige Schweizerin wurde vor drei Wochen leblos in ihrer Wohnung aufgefunden. Der Mann, der die Frau getötet haben soll, sitzt nun hinter Gitter.

Der Mann, der in Frenkendorf BL eine 49-jährige Frau getötet haben soll, sitzt hinter Gittern. Der mutmassliche Täter wurde diese Woche in Polen von der Polizei gefasst, wie die Baselbieter Polizei und die Staatsanwaltschaft mitteilten.

Der Mann, der international zur Fahndung ausgeschrieben war, wurde am Mittwoch in Polen von den zuständigen Behörden befragt, wie es im Communiqué heisst. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen wurde in Polen eine dreimonatige Untersuchungshaft angeordnet. Zu Alter und Nationalität des Mannes wurden keine Auskünfte erteilt.

Noch keine weiteren Informationen aus Polen

Die Meldung aus Polen, dass der mutmassliche Täter aufgrund eines internationalen Haftbefehls gefasst wurde, habe man am Dienstag erhalten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Baselland auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Über das Ergebnis der ersten Einvernahme habe man noch keine Informationen. Auch sei nicht bekannt, ob der Mann allenfalls bereits ein Geständnis abgelegt habe.

Die Zeitung «Blick» hatte diese Woche berichtet, der mutmassliche Täter habe sich der Polizei in Polen selbst gestellt. Darüber, dass dies tatsächlich der Fall gewesen sei, lägen ihm keine Informationen vor, sagte der Sprecher der Baselbieter Staatsanwaltschaft.

Opfer mindestens zwei Wochen tot in der Wohnung

Die 49-jährige Schweizerin, die unter bisher unbekannten Umständen ums Leben gekommen war, wurde am 21. September in Frenkendorf in ihrer Wohnung aufgefunden. Zu diesem Zeitpunkt war die Frau bereits mindestens zwei Wochen tot, wie die Ermittlungsbehörden bekannt gaben.

Weitere Angaben zum Tötungsdelikt wollten die Baselbieter Polizei und die Staatsanwaltschaft am Freitag aus taktischen Gründen und mit Rücksicht auf den Persönlichkeitsschutz der involvierten Personen nicht machen. Die Ermittlungen der Ende September gebildeten Sonderkommission liefen auf Hochtouren, hiess es.

Über die nächsten Schritte laufen derzeit Abklärungen und Verhandlungen zwischen den Behörden in der Schweiz und in Polen. Die Zusammenarbeit aller involvierter Stellen sei bisher «äusserst befriedigend» verlaufen, heisst es in der Mitteilung.

SDA/kle

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