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Mordfall Bögerl: «Machen Sie keine Sperenzle»

Nach der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY...ungelöst» sind bei der Polizei zahlreiche Hinweise eingetroffen. Zusätzliche Details zum Täter sind bekannt geworden.

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Spurensuche: Maria Bögerl (links), das bereits sichergestellte Fahrzeug (Mitte) und ein Phantombild eines von der Polizei gesuchten Zeugen (rechts).
Spurensuche: Maria Bögerl (links), das bereits sichergestellte Fahrzeug (Mitte) und ein Phantombild eines von der Polizei gesuchten Zeugen (rechts).
Keystone

Im Fall der entführten und ermordeten Heidenheimer Bankiersgattin Maria Bögerl hat die Polizei nach der ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY...ungelöst» 250 neue Hinweise erhalten. Eine heisse Spur sei zunächst nicht darunter, sagt ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Die meisten Hinweise bezogen sich demnach auf einen mit Phantombild gesuchten Zeugen sowie auf Handschellen der Marke Bianchi, die in der Nähe der Leiche der Frau gefunden worden waren. Die Zahl der Hinweise zum Fall der entführten und später ermordet aufgefundenen Mutter von zwei Kindern erhöhte sich damit auf rund 3400.

In der Sendung gab der Leiter der Kripo-Sonderkommission, Hartmut Schröppel, erstmals Details aus dem Telefongespräch zwischen dem Täter und dem Ehemann des Opfers bekannt. Demnach sei der Täter ein Mann mittleren Alters. Er habe sich «Schmid» genannt, ruhig und beherrscht gewirkt und schwäbischen Dialekt gesprochen. Auffällig sei die an Bögerl gerichtete Formulierung gewesen: «Machen Sie keine Sperenzle» (Schwäbisch für Sperenzchen).

Mit Messer erstochen

Die Polizei geht Schröppel zufolge davon aus, dass der Mann aus der Region um Heidenheim stammt. Er dürfte die Gewohnheiten der Familie ebenso ausgekundschaftet haben wie den Ort der Geldablage an der Autobahn 7 und das Kloster Neresheim, in dessen Hof er das Auto der entführten Frau abgestellt hatte.

Am Mittwoch hatten Angehörige, Freunde und Hunderte Bürger der Stadt mit einem Gottesdienst in Heidenheim Abschied von Maria Bögerl genommen. Die Frau war am 12. Mai aus dem Haus der Familie verschleppt worden. Ihre Leiche wurde 22 Tage später in einem Waldstück bei Nietheim entdeckt. Die 54-Jährige war mit einem etwa 20 Zentimeter langen Messer erstochen worden.

(dapd)

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