Zum Hauptinhalt springen

Musliminnen verhüllen sich trotz Verbot im Tessin

Touristinnen finden Wege, das Burkaverbot zu umgehen. Die Polizei denkt über neue Kontrollmassnahmen nach.

Maske zur Verhüllung: Eine Frau trägt einen Mundschutz in Mekka. (Symbolbild)
Maske zur Verhüllung: Eine Frau trägt einen Mundschutz in Mekka. (Symbolbild)
Keystone
Im Tessin trat das Burkaverbot am 1. Juli 2016 in Kraft.
Im Tessin trat das Burkaverbot am 1. Juli 2016 in Kraft.
Keystone
Hier haben sie nichts zu befürchten: Touristinnen aus Saudiarabien auf Shoppingtour in Interlaken. (9. Oktober 2016)
Hier haben sie nichts zu befürchten: Touristinnen aus Saudiarabien auf Shoppingtour in Interlaken. (9. Oktober 2016)
Peter Klaunzer, Keystone
1 / 4

Letzten Sommer trat im Kanton Tessin das Burka-Verbot in Kraft. Bei Verstoss müssen Frauen mit Gesichtsschleier eine Geldbusse zahlen. Touristinnen haben jetzt aber einen Weg gefunden, wie sie das Gesetz umgehen und ihren religiösen Überzeugungen treu bleiben können.

Wie Tessiner Medien berichten, sind aktuell vermehrt Touristinnen mit Hygienemasken unterwegs. Jetzt im Sommer sei dies besonders auffällig, da viele Touristen aus den Golfstaaten in die Schweiz kämen. In den asiatischen Grossstädten ist das Tragen solcher Masken gang und gäbe. Von dort stammt die Idee vermutlich.

Ärztliches Attest nötig?

Doch wie reagiert die Tessiner Polizei darauf? «Diese Entwicklung ist neu, wir müssen beobachten, ob sich die Fälle häufen und sich ein Trend bildet», sagt Roberto Torrente von der Polizei Lugano zum «Giornale del Popolo». Natürlich sei es schwierig, nachzuweisen, ob die Masken tatsächlich aus gesundheitlichen oder aus religiösen Beweggründen getragen würden.

Eine Möglichkeit wäre, dass Touristinnen mit Hygienemasken auch ein ärztliches Attest mit sich tragen müssten, um es im Falle einer Kontrolle vorzuweisen. Doch Torrente gesteht ein, dass es noch weitere Mittel und Wege gibt, um das Verschleierungsverbot zu umgehen. Einmal sei eine Frau bei einer Kontrolle gebeten worden, ihren Schleier abzulegen. Daraufhin habe sie eine grosse Brille aufgesetzt und die Hand vor den Mund gehalten und sei weitergelaufen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch