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Mutige Direktorin, heldenhafte Lehrerin

Beim Massaker in Newtown versuchten Kaitlin Roig und Dawn Hochsprung die Schüler vor dem Täter zu schützen. Letztere musste dabei selbst ihr Leben lassen.

Dawn Hochsprung wird von ihren Mitmenschen als äusserst engagierte und kreative Lehrkraft beschrieben: «Sie war die Art Mensch, die Eltern als Lehrerin für ihre Kinder haben möchte. Die Schüler liebten sie», sagt ein Bekannter gegenüber «CNN».

Nun geht die Schuldirektorin als tragische Heldin des Massakers an der Sandy-Hook-Schule in die Geschichte ein: Weil sie nach den ersten Schüssen des Täters Adam Lanza an den Tatort eilte, statt sich zu verstecken, musste die 47-Jährige ihr Leben lassen. Im Jahr 2010 beschrieb sie ihren Arbeitsplatz gegenüber der Lokalzeitung «Newtown Bee» noch wie folgt: «Es gibt keinen besseren Ort, an den man seine Schüler schicken kann».

Selbst für mehr Sicherheit gesorgt

«Sie liebte ihren Beruf und ihre Schüler, so wie sie ihre Familie liebte», würdigte die Gewerkschaft American Federation of School Administrators ihre Arbeit. So dachte Hochsprung wohl auch nichts Böses, als sie am Freitagmorgen auf den Überwachungskameras das Gesicht von Adam Lanza erblickte, dessen Mutter bei der Schule angestellt war. Sie liess den 20-Jährigen durch die Sicherheitsschranken, die sie gemäss «CNN» im Oktober auf eigene Initiative einführen liess, um den Schülern und Lehrern einen besseren Schutz zu gewähren.

Zu diesem Zeitpunkt war es kurz nach 9 Uhr und Hochsprung sass gerade in einer Sitzung mit der Schultherapeutin Diane Day und einem Psychologen. «Wir unterhielten uns fünf Minuten und dann hörten wir 'Peng, Peng, Peng!'», sagte Day später dem «Wall Street Journal». Die Schultherpeutin duckte sich demnach rasch unter den Tisch, die Direktorin und der Psychologe stürmten aus dem Raum. Hochsprung wurde bei dem Amoklauf erschossen, auch der Psychologe wurde unter den Toten vermutet.

14 Schülern das Leben gerettet

Kaitlin Roig blieb von diesem schlimmsten aller Szenarien verschont. «Es war entsetzlich», beschrieb eine 29-jährige Lehrerin das Horrorszenario an ihrer Schule. «Ich habe nicht geglaubt, dass wir überleben würden», sagte Roig dem US-Sender ABC. Als sie Schüsse hörte, habe sie sich mit ihren 14 Schülern auf der Toilette eingeschlossen.

«Ich habe ihnen gesagt, sie müssten absolut still sein». «Es wird alles gut werden», habe sie die weinenden Kinder getröstet, erzählte die Lehrerin unter Tränen.

Die acht Jahre alte Alexia erzählte, wie Lehrer in ihr Klassenzimmer gestürmt waren, und alle Kinder angewiesen hatten, sich in einer Ecke zu verstecken. «Alle weinten. Und ich habe nur die Rufe der Polizeibeamten gehört.» Ihre Mutter kann das Geschehene nicht fassen: «Wer tut so etwas? Das ist einfach krank», sagte sie CNN.

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