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Nach Netzers Bugatti-Testfahrt in Zürich: Zoll ermittelt gegen VW

Günter Netzers Spritztour mit einem Bugatti Veyron durch Zürich kommt den VW-Konzern aus zolltechnischen Gründen teuer zu stehen.

Der Volkswagen-Konzern bezahlt für das Zollvergehen eine Busse von 180'000 Franken: Veyron-Mitentwickler und ehemaliger Bugatti-Präsident Franz-Josef Paefgen anlässlich der Paris Auto Show im September 2010.
Der Volkswagen-Konzern bezahlt für das Zollvergehen eine Busse von 180'000 Franken: Veyron-Mitentwickler und ehemaliger Bugatti-Präsident Franz-Josef Paefgen anlässlich der Paris Auto Show im September 2010.
Laurent Cipriani, Keystone
Autonarr Günter Netzer mit Ehefrau Elvira anlässlich einer Fifa-Veranstaltung im Kongresshaus Zürich. (12. Januar 2015)
Autonarr Günter Netzer mit Ehefrau Elvira anlässlich einer Fifa-Veranstaltung im Kongresshaus Zürich. (12. Januar 2015)
Ennio Leanza, Keystone
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Die deutsche Fussballlegende Günter Netzer (73) ist seit Jahren Markenbotschafter von VW. Im Sommer 2015 unterzeichnet er laut einem Bericht der «Bild am Sonntag» einen Leihvertrag mit den Konzern aus Wolfsburg: Netzer möchte den mehr als eine Million Franken teuren Luxus-Boliden Veyron von der VW-Tochter Bugatti für eine Woche in seiner Wahlheimat Schweiz testen. VW lässt den Veyron in die Schweiz chauffieren.

Am Zürcher Bürkliplatz fährt der Autonarr mit dem 1000-PS-Supersportler einem Carspotter vor die Kamera. Der Hobbyfotograf veröffentlicht das Bild auf Instagram, worauf bei den Schweizer Behörden eine anonyme Strafanzeige gegen Netzer eingeht.

Die Eidgenössische Zollverwaltung beginnt zu ermitteln, vergibt ein Aktenzeichen und kommt zum Schluss, dass Volkswagen es versäumt hat, den Sportwagen ordnungsgemäss beim Zoll anzumelden und den Bugatti somit illegal in die Schweiz eingeführt hat.

Der VW-Konzern bekennt sich schuldig, und zahlt für das Zollvergehen eine Busse von 180'000 Schweizer Franken. Steuerrechtlich wäre der Fall damit erledigt. Doch gemäss «Bild am Sonntag» ermittle der Schweizer Zoll bis heute weiter. Unklar sei es, wer bei VW die Verantwortung für den illegalen Import trägt. Laut Zeitung schieben sich die Verantwortlichen gegenseitig die Schuld zu.

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