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Nepal gibt 104 neue Gipfel für Bergsteiger frei

Kletterer können nun Gipfel besteigen, die vor ihnen noch kein Mensch bezwungen hat.

In Nepal warten neue Gipfel darauf, entdeckt zu werden: letzte Sonnenstrahlen auf dem Mount Everest (Archivbild).
In Nepal warten neue Gipfel darauf, entdeckt zu werden: letzte Sonnenstrahlen auf dem Mount Everest (Archivbild).
Kevin Frayer, Keystone

Trotz zunehmender Kritik am Massentourismus im Himalaya hat die Regierung von Nepal 104 weitere Gipfel für Bergsteiger freigegeben. Darunter befinden sich nach Auskunft des Tourismusministeriums auch zwei Berge, die nach den beiden Erstbesteigern des Mount Everests benannt sind: der 7681 Meter hohe Hillary und der 7916 Meter hohe Tenzing. Der Neuseeländer Edmund Hillary und sein Sherpa Tenzing Norgay hatten am 29. Mai 1953 als Erste den höchsten Berg der Welt bezwungen.

Im Himalaya-Gebirge auf nepalesischem Staatsgebiet liegen acht der 14 höchsten Gipfel der Welt. Bislang sind in Nepal 310 Berge für Kletterer zugänglich. Mit der neuen Freigabe können Bergsteiger nun Gipfel besteigen, die vor ihnen noch kein Mensch bezwungen hat.

Kletterer sind schlecht ausgebildet

Abenteuerlustige Kletterer aus aller Welt bescheren dem armen Land jedes Jahr wichtige Einnahmen. Allerdings wächst auch die Kritik an den Folgen durch diesen Himalaya-Tourismus. Zum einen schädigen die vielen Bergsteiger die einzigartige Umwelt. Zum anderen sind sie oft nicht ausreichend ausgebildet, so dass es immer häufiger zu tödlichen Unfällen kommt.

Im vergangenen Monat riss eine Lawine am Mount Everest zudem 16 Sherpas in den Tod. Es war das schlimmste Unglück in der Geschichte des Berges. Viele der einheimische Führer weigern sich seither, Touristen auf den Berg zu leiten. Die diesjährige Klettersaison am Mount Everest wurde deswegen vorzeitig beendet.

SDA/thu

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