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Nun bekam Terry Jones seine Koranverbrennung doch noch

US-Pastor Terry Jones hatte mit seiner Ankündigung den Koran zu verbrennen im September weltweite Empörung ausgelöst. Gestern hat er nun zwar selber kein Buch verbrannt, aber dem Akt zugeschaut.

Umstrittener US-Pastor: Terry Jones im September 2010.
Umstrittener US-Pastor: Terry Jones im September 2010.
Reuters

Der umstrittene US-Pastor Terry Jones hat in Florida einer öffentlichen Koran-Verbrennung beigewohnt. In der Kirche von Gainesville inszenierte Pastor Wayne Sapp gestern einen «Prozess» gegen die Heilige Schrift des Islam, in dessen Verlauf eine «Jury» den Koran für «schuldig» befand und zur «Hinrichtung» durch Verbrennung verurteilte. Daraufhin wurde ein mit Kerosin getränktes Exemplar im Zentrum der Kirche angezündet. Rund 30 Menschen verfolgten die Aktion, darunter auch der fundamentalistische Pastor Terry Jones. Einige Schaulustige machten Fotos.

Jones hatte im Herbst mit seiner Ankündigung, am Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 öffentlich Ausgaben des Koran zu verbrennen, weltweit Empörung ausgelöst. In muslimischen Ländern kam es zu teils gewaltsamen Protesten. Der Pastor sagte die Aktion schliesslich ab.

Jones sagte am Wochenende, er habe der muslimischen Welt mit dem Verzicht auf seine Koran-Verbrennung die Möglichkeit gegeben, «ihr Buch zu verteidigen». Er habe darauf aber nie eine Antwort erhalten. Die Aktion von gestern beurteilte er als «einmaliges Ereignis». Während es in Gainesville zum Jahrestag des 11. September auch Proteste gegen die damals geplante Koran-Verbrennung gegeben hatte, wurde diese Aktion von der Bevölkerung weitestgehend ignoriert.

AFP/bru

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