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Nur zwölf Verdächtige nach «Tanz-dich-frei»-Pranger

Die Polizei stellt ihren Internet-Pranger zu «Tanz dich frei» ein. Die Resultate der grössten im Kanton Bern je durchgeführten Öffentlichkeitsfahndung sind nicht berauschend.

Bild 19a (Verpixelung ) in der Liste der publizierten Bilder: Eine Person tritt in Bern gegen eine Scheibe.
Bild 19a (Verpixelung ) in der Liste der publizierten Bilder: Eine Person tritt in Bern gegen eine Scheibe.

Die Kantonspolizei Bern stellt nach rund vier Wochen die Öffentlichkeitsfahndung zu den Krawallen an der «Tanz dich frei»-Kundgebung ein. Aufgrund der im Internet publizierten Bilder wurden bisher zwölf mutmassliche Randalierer identifiziert. Diese sowie mindestens 69 weitere ermittelte Personen werden sich wegen unterschiedlicher Straftaten vor der Justiz zu verantworten haben. Das teilten die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland und die Kantonspolizei Bern heute mit. Unter den Beschuldigten befinden sich 14 Jugendliche.

Die Polizei hatte Mitte Juni insgesamt 93 Bilder auf ihrer Website veröffentlicht. Verschiedene mutmassliche Täter wurden jedoch mehrmals gezeigt. Laut Angaben der Polizei handelte es sich um die grösste je im Kanton Bern durchgeführte Öffentlichkeitsfahndung.

Diverse Straftatbestände

Im Vordergrund der Untersuchung stehen die Straftatbestände Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl. Die Krawalle in der Stadt Bern ereignete sich rund um den Anlass «Tanz dich frei» vom 25. Mai.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Öffentlichkeitsfahndung per 17. Juni verfügt und eröffnet. Auf manchen Bildern im Internet war zu sehen, wie Leute eine Straftat begehen, indem sie etwa gegen ein Schaufenster treten. In den meisten Fällen handelte es sich einfach um Momentaufnahmen von – teils vermummten – Personen.

Weitgehend geständig

Die Beschuldigten zeigten sich weitgehend geständig, rund um den Anlass Straftaten begangen zu haben, wie die Behörden weiter schreiben. Die Fotos der mutmasslichen Täter waren jeweils nach der Identifikation von der Website der Kantonspolizei Bern entfernt worden. Eingestellt wird die Öffentlichkeitsfahndung morgen Freitag.

Bis heute gingen bei der Kantonspolizei Bern im Zusammenhang mit «Tanz dich frei» insgesamt 95 Anzeigen ein. Zahlreiche Geschädigte brachten dabei mehrere Sachbeschädigungen zur Anzeige.

Dabei werden aktuell Schäden in der Höhe von rund 910'000 Franken und durch die Diebstähle eine Deliktssumme von knapp 38'000 Franken beklagt. Nach wie vor sind zudem noch einzelne geschädigte Parteien bekannt, die Anzeigen in Aussicht gestellt haben, aktuell aber noch mit Abklärungen beschäftigt sind.

SDA/bs/rub

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