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ÖV-Tester nehmen Trams und Busse unter die Lupe

Sauberkeit, Sicherheit und Kundenfreundlichkeit: Ab April kontrollieren geschulte Testkunden den öffentlichen Verkehr.

Beim ÖV wird eine Pünktlichkeitsmessung eingeführt: Mehrere Trams in Zürich. (3. März 2015)
Beim ÖV wird eine Pünktlichkeitsmessung eingeführt: Mehrere Trams in Zürich. (3. März 2015)
Keystone

Nebst Restaurant-Testern gibt es künftig auch ÖV-Tester: Ab April überprüfen Testkunden den regionalen Personenverkehr im Auftrag des Bundes. Sie achten dabei insbesondere auf Sauberkeit, Sicherheit und Kundenfreundlichkeit.

Die Testpersonen sind Teil eines neuen Systems zur Qualitätskontrolle, das vom Bundesamt für Verkehr (BAV) aufgegleist wird. Die Pilotphase sei bereits erfolgreich über die Bühne gegangen, teilte das BAV am Dienstag mit. Mit dem Messsystem werden wichtige Qualitätsmerkmale des regionalen Personenverkehrs geprüft.

Unangemeldete Kontrollen

Die Qualitätstester haben die Aufgabe, die Funktionsfähigkeit, die Sauberkeit und den Zustand von Einrichtungen in Zügen und Bussen sowie an Haltestellen zu bewerten. Sie prüfen ausserdem, ob die Reisenden vollständig, korrekt und verständlich informiert werden.

«Die Testkunden melden sich nicht im Voraus», sagte eine BAV-Sprecherin auf Anfrage. Die Transportunternehmen wüssten nicht, ob jemand komme, wo oder wann - «wie bei Testkunden in Restaurants». Ausgestattet sind sie mit einem mobilen Erfassungsgerät und einer Legitimationskarte.

Im Einsatz sind sie ab April in den Kantonen Bern, Freiburg, Jura, Neuenburg, St. Gallen, Thurgau und den beiden Appenzell. Die weiteren Kantone sollen bis Juli in das Qualitätsmesssystem eingebunden werden.

Pünktlichkeit

Gleichzeitig wird schweizweit gestaffelt eine einheitliche Pünktlichkeitsmessung eingeführt. Hier erfassen und liefern die Transportunternehmen die Daten selber.

Die gesammelten Daten werden zentral in einer Datenbank aufbereitet. Der Bund, die Kantone und die Transportunternehmen haben anschliessend Zugriff auf die Daten, die sie betreffen.

Das Qualitätsmesssystem dient als Kontrollinstrument für Bund und Kantone, welche den Regionalverkehr bestellen und mit jährlich rund 1,8 Milliarden Franken mitfinanzieren. Es soll gewährleisten, dass die Transportunternehmen dauerhaft Mindeststandards in den Bereichen Kundenfreundlichkeit und Effizienz einhalten. Zudem ermögliche es den Transportunternehmen, ihre Leistungen zu überprüfen und sich mit ihren Konkurrenten zu messen, schreibt das BAV.

SDA/pat

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