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Offizier steckte Muslime in Wäschetrockner

Mehrere muslimische Rekruten wurden während ihrer Ausbildung schikaniert, beschimpft und misshandelt. Jetzt muss der Hauptschuldige ins Gefängnis.

Ein Ausbildungsleiter nutzte seine Position aus: Ein junger Rekrut übt den Ernstkampf. (Symbolbild)
Ein Ausbildungsleiter nutzte seine Position aus: Ein junger Rekrut übt den Ernstkampf. (Symbolbild)
Mathieu Rabechault, AFP
Mehrere muslimischen Rekruten wurden beschimpft und misshandelt. (Symbolbild)
Mehrere muslimischen Rekruten wurden beschimpft und misshandelt. (Symbolbild)
AFP
Der Hauptschuldige: Hauptfeldwebel Joseph A. Felix (l.), seine Frau und Anwälte verlassen den Gerichtssaal. (31. Oktober 2017)
Der Hauptschuldige: Hauptfeldwebel Joseph A. Felix (l.), seine Frau und Anwälte verlassen den Gerichtssaal. (31. Oktober 2017)
Rory Laverty/The Washington Post via AP, Keystone
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Ein Ausbildungsleiter der US-Marineinfanterie wurde laut US-Medienberichten wegen der Misshandlung muslimischer Rekruten zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

Der Unteroffizier wurde für schuldig befunden, mehr als ein dutzend muslimische Rekruten während ihrer Grundausbildung auf dem Stützpunkt Parris Island in South Carolina extremem Drill unterworfen zu haben. Einer der Rekruten war nach der Schikane aus dem zweiten Stockwerk eines Gebäudes in den Tod gestürzt.

In Wäschetrockner gesteckt

Ein Militärgericht entschied am Freitag zudem, den Ausbildungsleiter unehrenhaft aus der Armee zu entlassen. Das Hafturteil geht noch über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus, die sieben Jahre Gefängnis verlangt hatte.

Insgesamt sollen sechs Ausbildungsleiter an der Misshandlung der Muslime beteiligt gewesen sein, der Verurteilte gilt als der Hauptschuldige. Die Opfer sollen als «Terroristen» beschimpft worden sein. Zwei von ihnen wurden in Industrie-Wäschetrockner gezwungen. In einem Fall wurde das Gerät angeschaltet, als das Opfer sich weigerte, seinem Glauben abzuschwören.

AFP/roy

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