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Papst Franziskus lobt «demokratisches Projekt» Paraguay

Auf seiner Reise durch Südamerika ist Papst Franziskus in Paraguay angelangt. Er würdigt die Entwicklung des Landes seit dem Ende der Diktatur.

Letzte Etappe der Südamerika-Reise: Papst Franziskus beim Empfangszeremonie mit Paraguays Präsident Horacio Cartes. (10. Juli 2015)
Letzte Etappe der Südamerika-Reise: Papst Franziskus beim Empfangszeremonie mit Paraguays Präsident Horacio Cartes. (10. Juli 2015)
Cesar Olmedo, Keystone
Papst Franziskus erhält im Präsidentenpalast in Asunción ein Dress der paraguayischen Fussball-Nationalmannschaft.
Papst Franziskus erhält im Präsidentenpalast in Asunción ein Dress der paraguayischen Fussball-Nationalmannschaft.
PRESIDENCY OF PARAGUAY, Keystone
Ein Mann hält eine Pappfigur in die Höhe, während er am Strassenrand in Quito auf Papst Franziskus wartet.
Ein Mann hält eine Pappfigur in die Höhe, während er am Strassenrand in Quito auf Papst Franziskus wartet.
EPA / Robert Puglla, Keystone
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Papst Franziskus hat zum Auftakt seines Paraguay-Besuchs den demokratischen Prozess im südamerikanischen Land hervorgehoben. Der Papst hat am Freitag in Paraguay die letzte Station seiner achttägigen Südamerikareise erreicht.

Seit einigen Jahren habe Paraguay ein «solides und stabiles demokratisches Projekt» vorangetrieben, sagte der Papst am Freitagabend bei einem Empfang im Präsidentenpalast in Asunción in Anwesenheit des konservativen Staatschefs Horacio Cartes. In Paraguay herrschte bis 1989 die Diktatur Alfredo Stroessners, bei der nur kontrollierte Wahlen zugelassen waren.

«Keine wahre Entwicklung»

Der 78-jährige Argentinier sprach Paraguay auch seine Anerkennung für die Entwicklung in den Bereichen Bildung und Gesundheit aus, sowie für den Kampf gegen die Korruption. Es seien jedoch noch Anstrengungen erforderlich, bis es keine Bauern ohne Land, keine Familien ohne Heim, keine Arbeiter ohne würdigen Arbeitsplatz gebe.

«Eine wirtschaftliche Entwicklung, die nicht die Schwächsten und Unglücklichsten beachtet, ist keine wahre Entwicklung», sagte Franziskus.

Besuch bei Haftanstalten

Entgegen den ersten Stationen in Ecuador und Bolivien gab es in Paraguay keine Begrüssungsworte mit dem Präsidenten am Flughafen, sondern eine grosse Empfangszeremonie im Präsidentenpalast, an der zahlreiche Regierungsmitglieder und Parlamentarier teilnahmen.

Vor der Weiterreise nach Paraguay hatte der Papst am Freitag in Bolivien die berüchtigte Haftanstalt von Palmasola in Santa Cruz de la Sierra, in der knapp 5000 Insassen praktisch sich selbst überlassen leben. Er rief Behörden und Polizei zu würdigen Haftbedingungen auf.

Rückflug am Sonntag

Auch in Asunción hielt Franziskus bei der Fahrt vom Flughafen zur Nuntiatur kurz vor einer Haftanstalt an, um sich einen Chor der dort inhaftierten Frauen anzuhören.

Am Wochenende stehen in Paraguay zwei grosse Freilichtmessen auf dem Programm, zu denen zahlreiche argentinische Pilger erwartet werden, die «ihren» Papst erleben wollen. Am Sonntagabend ist der Rückflug nach Rom angesetzt.

SDA/hae

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