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Passagiere erzwingen neues Flugzeug

Nach zwei gescheiterten Startversuchen hatten die Passagiere eines Air-Berlin-Fluges genug. Sie protestierten und sammelten Unterschriften. Nach 14 Stunden konnten sie in einer anderen Maschine fliegen.

Hintergrund war ein technischer Defekt an der Landeklappenanzeige im Cockpit der fast neuen Boeing 737-800. Die Ersatzmaschine musste aus dem türkischen Antalya eingeflogen werden. Die 170 Passagiere konnten daher erst mit 14 Stunden Verspätung nach Faro in der Algarve starten.

Der Ferienflieger sollte eigentlich am frühen Sonntagmorgen um 4.50 vom Nürnberger Flughafen starten. Beim Anrollen stellte der Pilot allerdings die Panne am Landeklappensystem fest und bat die 172 Passagiere wieder auszusteigen.

Zwei Passagiere mit Flugangst verzichteten nach Angaben der Air-Berlin-Sprecherin Alexandra Müller sofort auf einen weiteren Versuch. Die anderen 170 stiegen erneut in die Boeing ein. Auch der zweite Startversuch scheiterte allerdings am selben Problem.

Die Fluggäste sammelten daraufhin Unterschriften für eine Ersatzmaschine. Die musste allerdings aus der Türkei einfliegen, so dass sich die Abflugzeit auf 18.30 Uhr verschob. Die wartenden Passagiere wurden in der Zwischenzeit mit Essensgutscheinen und einem Tageszimmer in einem Flughafenhotel versorgt.

Air-Berlin-Sprecherin Müller wies daraufhin, das derartige Defekte bei jeder Fluggesellschaft der Grösse von Air Berlin täglich vorkommen. «Für uns ist das eigentlich Routine», sagte sie. Der Fall zeige aber, «dass momentan die Passagiere sehr sensibel reagieren bei jeder Art von technischem Defekt». Müller verwies auf die jüngsten Flugzeugabstürze einer Spanair-Maschine in Madrid und eines Aeroflot-Fliegers im Ural.

Der technische Defekt an der Boeing wurde noch am Sonntag behoben. Die Maschine kam noch am selben Tag wieder zum Einsatz - allerdings auf einer anderen Strecke.

AP/grü

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