Passen Sie auf Ihr Portemonnaie auf

Weihnachtsmärkte sind nicht nur besinnlich, sondern auch ein Mekka für Taschendiebe. In Zürich wurden an einem Abend gleich vier Männer verhaftet.

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Das Problem ist bekannt: Auf dem Weihnachtsmarkt ist es dunkel, Besucher nippen an ihrem Glühwein, essen Raclette. Die eigentlich sinnliche Atmosphäre nutzen Taschendiebe aus. Im Weihnachtsdorf in der Stadt Zürich etwa haben gestern zwei Männer zugeschlagen. Doch sie haben nicht mit der Polizei gerechnet.

Gegen 19 Uhr beobachteten Fahnder der Stadtpolizei am Weihnachtsmarkt auf dem Sechseläutenplatz zwei Männer. Sie zogen einer Frau das Portemonnaie aus der Handtasche und wollten damit unbemerkt verschwinden, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt.

Weitere Verhaftung im Treppenhaus

Die Fahnder verhafteten die beiden 38- und 45-jährigen Männer und stellten das Portemonnaie sicher. Die Polizei klärt nun ab, ob dem Duo noch weitere Taten zugeordnet werden können.

Am selben Abend hat eine Frau die Stadtpolizei gerufen, weil sie in ihrem Haus Einbrecher gehört habe. Mehrere Patrouillen trafen daraufhin im Treppenhaus auf zwei Männer im Alter von 30 und 40 Jahren. Die beiden haben ihr Diebesgut laut der Stadpolizei vermutlich aus einem Fenster in den Hinterhof geworfen. Die Polizei hat sie verhaftet.

Lange statt kurze Warteschlange

Auch in anderen Schweizer Städten haben Polizei-Corps grossangelegte Einsätze gegen Diebe gestartet. Am Weihnachtsmarkt in Basel hat sich die «unsichtbare» Polizei im Hintergrund in Stellung gebracht. Laut dem Justiz- und Sicherheitsdepartement kann dadurch die Zahl der Diebstähle «massiv reduziert» werden.

In Zürich hat die Polizei letztes Jahr in der Vorweihnachtszeit 22 Diebe festgenommen. Sie setzt deshalb auch dieses Jahr zahlreiche Leute ein, die als Detektive unterwegs sind. Diebe haben laut Polizeisprecher Marco Cortesi ein auffälliges Verhaltensmuster. Sie begeben sich beispielsweise beim Anstehen nicht in die kurze, sondern in die lange Warteschlange, damit sie mehr Zeit haben, um sich umzusehen und zuzugreifen. (oli)

Erstellt: 16.12.2017, 17:44 Uhr

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