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Pfadi-Brandopfer nach Zürich verlegt

Der Zustand der beiden 11-jährigen Buben, die sich in der Pfadi schwere Brandverletzungen zugezogen haben, hat sich stabilisiert. Ihre Genesung wird aber noch lange Zeit in Anspruch nehmen.

Hier passierte der Unfall: Die Feuerstelle im Waldstück bei Oberbüren SG.
Hier passierte der Unfall: Die Feuerstelle im Waldstück bei Oberbüren SG.
Markus Heinzer, newspictures

Der Zustand der zwei schwer verbrannten Pfadfinder aus dem Kanton St. Gallen hat sich soweit verbessert, dass sie die Intensivstation verlassen konnten. Bis zur vollständigen Genesung dürfte aber noch längere Zeit beansprucht werden.

Die verletzten Knaben, die sich grossflächig hochgradige Verbrennung zuzogen, liegen nun auf der stationären Abteilung, wie die Kantonspolizei St. Gallen heute mitteilte. Trotz der positiven Entwicklung sei weiterhin von einer langwierigen und belastenden Rekonvaleszenz für die Knaben auszugehen.

Ohne erwachsene Begleitung unterwegs

Der verhängnisvolle Unfall ereignete sich am Montagabend, als eine Pfadigruppe bei Oberbüren SG auf einer Wanderung ohne erwachsene Begleiter mit Brennsprit hantierte. Beim Herstellen einer Finnenkerze spritzte die leicht entflammbare Flüssigkeit aus der Kerze und verletzte die zwei 11-jährigen Pfadi schwer. Die Knaben wurden per Helikopter in Spezialkliniken geflogen.

Ermittlungen der Polizei ergaben, dass die Pfadigruppe den Brennsprit auf eigene Faust und ohne Wissen der Lagerleitung gekauft hatte. Ein strafrechtliches Verschulden der Lagerleitung verneint die Polizei. Das Kantonslager St. Gallen und Appenzell ging am Freitag zu Ende. Befragung der Kinder abgeschlossen

Wer den Brennsprit ins Feuer gegossen hat und woher dieser stammte, ist laut Egger Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Befragung der Kinder sei mittlerweilen abgeschlossen.

Zu dem Unfall in Oberbüren war es gekommen, als eine Gruppe von Jugendlichen während eines sogenannten Hikes ausserhalb vom Hauptzeltort ohne erwachsene Begleitung campierten. Neun Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren hielten sich am Abend neben ihrem gerade erst aufgebauten Zelt in einem Waldstück auf und entfachten ein Feuer. «Aus noch nicht geklärten Gründen hatten sie auch eine Flasche Brennsprit dabei», sagte Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, gestern. Als sie die Flüssigkeit gegen das Feuer schütteten, fing diese Feuer und setzte die Umgebung in Brand.

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