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Piraten zapfen zwei Millionen Liter Diesel ab

In der Strasse von Malakka enterten fünf Bewaffnete einen japanischen Tanker, fesselten die Crewmitglieder und pumpten eine grosse Menge Diesel in kleinere Schiffe um.

Piraten haben in der Strasse von Malakka westlich von Malaysia einen Tanker gestoppt und mehrere Millionen Liter Diesel geraubt. Dies teilte die malaysische Wasserschutzpolizei mit. Der Überfall habe sich am Vortag ereignet. Der Tanker gehört einem Unternehmen in Singapur.

Das Schiff sei von Singapur nach Burma unterwegs gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Bis zu zehn Piraten mit Pistolen und Macheten hätten das Schiff geentert. Über mehrere Stunden hinweg hätten sie etwa drei der fünf Millionen Liter Diesel an Bord abgepumpt.

«Keine Lösegeldforderung»

Seit dem Überfall seien der Kapitän, der Chefingenieur und ein weiteres Besatzungsmitglied verschwunden, sagte der Sprecher weiter. Auch ihre Pässe und Habseligkeiten fehlten. Die Behörden prüften, ob sie vielleicht mit den Räubern unter einer Decke gesteckt hätten. «Wir schliessen eine Entführung aus, weil es keine Lösegeldforderung gibt», sagte er. Das Schiff ankert inzwischen im Hafen von Klang in der Nähe von Kuala Lumpur und wird von der Polizei untersucht.

An der schmalen Strasse von Malakka liegen Malaysia, Indonesien und Singapur. Da sie die kürzeste Schifffahrtsroute zwischen Asien und dem Mittleren Osten ist, wird sie stark befahren. Etwa ein Drittel des globalen Seehandels passiert die Route. Verstärkte Patrouillen der drei Anrainer hatten die Piraterie eingedämmt. Doch inzwischen scheint sie in malaysischen und indonesischen Gewässern wieder zuzunehmen.

AP/fko

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