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«Pistorius vermied den Blickkontakt mit der Mutter des Opfers»

Paralympics-Star Oscar Pistorius steht in Pretoria vor Gericht, weil er seine Freundin erschossen hat. Korrespondent Johannes Dieterich schildert seine Eindrücke aus dem Gerichtssaal.

«Wir werden die Wahrheit ans Licht bringen.» : Staatsanwalt Gerrie Nel. (7. August 2014)
«Wir werden die Wahrheit ans Licht bringen.» : Staatsanwalt Gerrie Nel. (7. August 2014)
Mujahid Safodien, AFP
Pistorius am Tag vor dem Schlussplädoyer des Staatsanwalts. (7. August 2014)
Pistorius am Tag vor dem Schlussplädoyer des Staatsanwalts. (7. August 2014)
Werner Beukes, AFP
Der Fall Pistorius erinnert an den Fall des früheren Football-Stars O. J. Simpson in den USA. Simpson wurde 1995 vom Vorwurf des Mordes an seiner Ex-Frau freigesprochen – bis heute glauben viele Amerikaner an ein Fehlurteil.
Der Fall Pistorius erinnert an den Fall des früheren Football-Stars O. J. Simpson in den USA. Simpson wurde 1995 vom Vorwurf des Mordes an seiner Ex-Frau freigesprochen – bis heute glauben viele Amerikaner an ein Fehlurteil.
Keystone
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Der Mordprozess gegen Paralympics-Star Oscar Pistorius hat begonnen. Wie hat der Angeklagte vor Gericht gewirkt? Bemerkenswert ist zunächst, dass Oscar Pistorius und June Steenkamp, die Mutter des Opfers Reeva Steenkamp, bis zum heutigen Tag einander nie gesehen hatten. Vor dem Prozessauftakt sagte June Steenkamp, dass sie sich vorstellen könne, Pistorius zu verzeihen. Sie wolle Pistorius aber vorher in die Augen blicken. Als Pistorius in den Gerichtssaal kam und zur Anklagebank schritt, wandte er sich allerdings ab. Die Mutter von Reeva Steenkamp konnte ihm also nicht in die Augen blicken. Pistorius trägt einen grauen Anzug und eine schwarze Krawatte, und er hat eine Kurzhaarfrisur. Während der Verhandlung schaute er sich kaum um, gelegentlich machte er sich Notizen. Pistorius wirkte sehr ruhig und unscheinbar.

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