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Plakate verunglimpfen Muslime als «Wilde»

Die Plakataktion einer konservativen Bloggerin sorgt in New York für eine Kontroverse. In mehreren U-Bahn-Stationen ruft die Urheberin zur Unterstützung Israels gegen die unzivilisierten wilden Radikalmuslime auf.

Vertreter muslimischer Organisationen sprechen von einer Hetzkampagne: Ein Muslim macht mit seinem Handy ein Foto des umstrittenen Plakats. (24. September 2012)
Vertreter muslimischer Organisationen sprechen von einer Hetzkampagne: Ein Muslim macht mit seinem Handy ein Foto des umstrittenen Plakats. (24. September 2012)
Keystone

Plakate, die radikale Muslimgruppen als unzivilisierte Wilde charakterisieren, sind seit gestern in U-Bahn-Stationen von Manhattan zu sehen. Trotz scharfer Kritik im Vorfeld hielt die Urheberin Pamela Geller an ihrem Vorhaben fest. Sie fürchte keine gewaltsamen Proteste, erklärte die konservative Bloggerin.

Die New Yorker Verkehrsbehörde hatte die Aktion zunächst als erniedrigend abgelehnt, ein Gericht machte den Weg für Geller jedoch frei. In dem Text der Plakate heisst es: «Unterstützt in jedem Krieg zwischen dem zivilisierten Menschen und den Wilden den zivilisierten Menschen. Unterstützt Israel, schlagt den Jihad.»

Urheberin kämpfte gegen islamisches Zentrum

Vertreter muslimischer Organisationen bezeichneten die Aktion als Hetzkampagne. «Ich halte es für eine furchtbare Idee», erklärte ein Fahrgast in New York. «Natürlich wird das für Kontroversen sorgen, wenn man eine Seite als Wilde und die andere als zivilisiert hinstellt.» Die Plakate waren kürzlich auch auf Bussen in San Francisco angebracht.

Geller kämpfte einst gegen den Bau eines islamischen Zentrums in der Nähe von Ground Zero – dem Standort des bei den Anschlägen vom 11. September 2001 zerstörten World Trade Centers.

dapd/rbi

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