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«Ein Revolver lag neben ihr am Boden»

Die 65-Jährige, die sich in Malters gegen eine Hausdurchsuchung gewehrt hatte, erschoss sich selber im Badezimmer. Das sagte die Luzerner Polizei vor den Medien.

Grosseinsatz in Malters LU: Die Polizei umstellt ein Gebäude. (9. März 2016)
Grosseinsatz in Malters LU: Die Polizei umstellt ein Gebäude. (9. März 2016)
Alexandra Wey, Keystone
In einer Wohnung verschanzt sich eine Frau. Als die Beamten das Haus stürmen, stossen sie auf die leblose 65-Jährige.
In einer Wohnung verschanzt sich eine Frau. Als die Beamten das Haus stürmen, stossen sie auf die leblose 65-Jährige.
Alexandra Wey, Keystone
Angeklagt: Adi Achermann, der Kommandant der Luzerner Polizei, anlässlich einer Medienkonferenz in Emmenbrücke. Auch die SRF-Sendung «Rundschau» berichtet von Ungereimtheiten beim Einsatz.
Angeklagt: Adi Achermann, der Kommandant der Luzerner Polizei, anlässlich einer Medienkonferenz in Emmenbrücke. Auch die SRF-Sendung «Rundschau» berichtet von Ungereimtheiten beim Einsatz.
Alexandra Wey, Keystone
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Am Dienstag gegen 16 Uhr habe die Polizei die Frau angetroffen, sagt Kommandant Adi Ackermann an der Pressekonferenz. Diese habe aber niemand in ihre Wohnung gelassen und mit ihrer Waffe gedroht. «Sie hat aus dem Fenster geschossen», sagt Kommandant Adi Ackermann. Sie hätten während der Nacht stundenlang verhandelt.

Am Mittwochmorgen habe die Polizei schliesslich entschieden, die Situation zu beenden. Denn in der Nähe wohnen auch Familien. Es habe eine Gefährdung für die Umgebung bestanden.

Die Polizei fand die Frau tot im Badezimmer. Auch die Katze lebte nicht mehr. «Ein Revolver lag neben ihr am Boden», so Ackermann. Es sei keine Armeewaffe gewesen. Die Polizei habe keine Schüsse abgegeben. Die Rentnerin habe hingegen mehrfach gedroht, sich selbst das Leben zu nehmen.

Hanfanlage in der Wohnung

Der Sohn der Frau wurde bereits verhaftet. Er hat offenbar im grossen Stil mit Cannabis gedealt: «Es geht um mehrere Hanfplantagen in mehreren Kantonen», sagt Daniel Eberle von der Staatsanwaltschaft Zürich. So fanden die Ermittler auch im zweiten Stock der Wohnung eine Indoor-Plantage. Die Frau selbst war nicht in den Hanfhandel involviert.

Am Dienstagnachmittag wollte die Polizei in Malters LU eine Hausdurchsuchung vornehmen. Offenbar ging es dabei um Betäubungsmitteldelikte. Eine 65-Jährige weigerte sich, die Beamten ins Haus zu lassen. Stattdessen schoss sie in die Luft und verschanzte sich am Mittwochmittag. Als die Polizei das Haus stürmte, fand sie die Frau leblos am Boden.

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