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Polizei fasst den meistgesuchten Verbrecher Frankreichs

Sein Ausbruch war spektakulär: Redoine Faïd sprengte sich den Weg aus dem Gefängnis frei. Nun nahm die Polizei den Räuber in einem Pariser Vorort fest. Er hatte wohl ein neues Verbrechen geplant.

Hier griff die Polizei Faïd auf: Medienvertreter vor dem Hotel in Pontault-Combault. (29. Mai 2013)
Hier griff die Polizei Faïd auf: Medienvertreter vor dem Hotel in Pontault-Combault. (29. Mai 2013)
Keystone
Aufgesprengt: Die Tür zum Gefängnis von Sequedin, durch die Faïd flüchtete. (14. April 2013)
Aufgesprengt: Die Tür zum Gefängnis von Sequedin, durch die Faïd flüchtete. (14. April 2013)
AFP
Hier sass Faïd seit Juni 2011 ein: Die Haftanstalt Sequedin nahe Lille. (13. April 2013)
Hier sass Faïd seit Juni 2011 ein: Die Haftanstalt Sequedin nahe Lille. (13. April 2013)
AFP
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Sechs Wochen, nachdem er sich mit Dynamit den Weg in die Freiheit gesprengt hat, ist der meistgesuchte Verbrecher Frankreichs wieder gefasst. Redoine Faïd sei in der Nacht zum Mittwoch in einem Hotel in Pontault-Combault vor den Toren von Paris zusammen mit einem Komplizen gestellt worden, teilte die Polizei mit. Dabei wurden auch Waffen beschlagnahmt, was als Hinweis auf ein geplantes neues Verbrechen des berühmt-berüchtigten Ganoven interpretiert wurde.

Faïd sass zuletzt wegen eines Raubüberfalls in Haft, bei dem 2010 eine junge Polizistin getötet worden war. Am 13. April nahm er im Gefängnis im nordfranzösischen Séquedin vier Wächter als Geiseln, sprengte sich durch fünf Türen, schlüpfte in eine Uniform, stieg in ein Fluchtauto und entschwand. In Frankreich und Belgien wurde sofort eine Grossfahndung gestartet. Auch Interpol wurde eingeschaltet, um den als besonders gefährlich eingestuften 41-Jährigen zu finden.

Hatte Faïd Hilfe von Komplizen?

Innenminister Manuel Valls, der sich nach dem Ausbruch über ein «Versagen» der Behörden beschwert hatte, lobte die «gründliche und effektive» Ermittlung, die zur Festnahme geführt habe. In den anderthalb Monaten seiner Flucht sei Faïd «viel unterwegs gewesen». Im Sender i-Tele sagte der Minister, der Flüchtige müsse Hilfe «von einer ganzen Reihe von Komplizen» erhalten haben.

Der hübsche Mann mit dem sanften Blick ist in Frankreich eine Berühmtheit. 2010 veröffentlichte der Einwanderersohn, der in einem nördlichen Vorort von Paris aufwuchs, ein Buch über seine «Karriere» als Spezialist für das Ausrauben von Geldwagen. Er tingelte durch die Talkshows, berichtete, er habe sich von Kinofilmen inspirieren lassen, und gab sich als geläutert. 2011 wurde er aber abermals wegen des Verstosses gegen Bewährungsauflagen verhaftet.

AFP/kpn

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